Zum Gedenken am 27. Januar

Auch in diesem Jahr erinnern wir uns an die Opfer des Nationalsozialismus.

Und so kam es, dass sich mir ein jiddisches Lied sozusagen aufdrängte. Außerdem hatte ich Lust, ein paar Sounds einzufangen. Sodann pilgerte ich vor ein paar Tagen zum Leipziger Hauptbahnhof, wo am Bahnsteig 24 ein Denkmal daran erinnert, dass die Deportation unserer jüdischen MitbürgerInnen in aller Öffentlichkeit stattfand. Verschwörungen sind eher selten und machen viel Arbeit.

Ich kannte eine Frau, die in komplizierten Zeiten, so wie diesen, gerne sagte:“ Ach, das macht alles nix. Der 2. Weltkrieg war schlimmer.“ Die komplexe Information, ihr schwerleichter Tonfall, der gelebte Hintergrund – alles das kann ich hier geschrieben nur ungenügend wiedergeben.

Vielleicht erinnern wir uns kurz mal daran, auf welch hohem Niveau wir aktuell jammern. Da schärft sich auch das Ohr für die seltsamen Töne von „WirMüssenEinenKriegÜberleben“. Wahlweise auch für die Töne von „WirBesiegenDasVirus“. Oder „WennDann“.

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