Was ich gerade tue

Die Realität fangen und so lange schütteln, bis zumindest ein paar Illusionen herausfallen. Über beide Begriffe und deren Inhalte lässt sich trefflich streiten. Ich dehne die Räume zwischen Innenwelt und Aussenwelt und praktiziere mal wieder die Übungen von Pauline Oliveros. Aus den aktuellen Studioaufnahmen sollen mindestens zwei neue CD’s werden. Ich arbeite gerne nach der Paul-Klee-Methode, der immer 3-5 Bilder gleichzeitig malte, mal hier ein Stück, mal da ein bisschen.

Wir sitzen bei der Probe und frotzeln herum, dass die Künstlerverträge der Zukunft ganz einfach sind. Zwischen Vertragspartner 1 und Vertragspartner 2 wird vereinbart: die Veranstaltung findet statt oder auch nicht. Unsere Berufsgruppe und unsere Arbeitspartner!nnen in der Kulturwirtschaft können ja jederzeit wieder runtergefahren und mit Verboten belegt werden. Da braucht es völlig neue Formate. Die Menschen, deren Berufs- und Arbeitsethos mich mitgeprägt hat, arbeiteten teilweise schon vor dem Krieg im Variete. Damals war eine Zusage eine Zusage, die mit Handschlag bekräftigt wurde. Als Entschuldigung für NichtAuftreten galt nur der eigene Tod. Ansehen erwarbst du dir durch Loyalität und Wahrhaftigkeit den Arbeitspartner!nnen gegenüber. Diesen Grundvereinbarungen konnten auch Kriegs- und Nachkriegszeit und die darauf folgende Partei, die immer recht hatte, nichts anhaben.

Türen gehen zu. Türen gehen auf. Fenster erscheinen. Schatten tauchen auf. Schatten verschwinden. Probleme erledigen sich selbst. Menschen kommen in mein Leben und werden schnell wie ein Augenblick zu neuen Weggefährt!nnen. Eine seltsame Zeit. Als hätten wir alle keine Zeit mehr. Ich wechsle zwischen tiefer Klarheit und flirrender Unruhe. Folge den Zeichen. Hör zu. Walk In Beauty.

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