Pelze Multimedia

Apropos Womyn’s Land – kam doch gleich der Filmtip zum Thema:

https://berlinischegalerie.de/ausstellung/virtueller-videoraum/

Katharina Voß und Janin Afken erinnern in ihrem Film „Subjekträume“ an „Pelze Multimedia“ (1981 bis 1996 in Berlin), einen Ort, der es Frauen* ermöglichte, lustvoll gesellschaftliche Normen hinter sich zu lassen und Weiblichkeit* individuell zu definieren.

In Interviews mit drei der Protagonist*innen (Roswitha Baumeister, Ursula Bierther und Mahide Lein) wird klar, welche Sonderstellung das Pelze mit seiner Offenheit für verschiedene Lebensformen und Formate auch innerhalb der Frauenbewegung der damaligen Zeit hatte.

Ich bin froh, dieses einzigartige Gewächshaus noch kennengelernt zu haben. Nein, es war nicht alles schlecht an der Wiedervereinigung! Mit Roswitha Baumeister verbindet mich eine nun ca. 30 Jahre dauernde Künstlerinnenfreundschaft. Damals habe ich viele wunderbare Frauen aus Westberlin/ Westdeutschland kennengelernt, mit denen ich wahrhaftigen Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede pflegen konnte. Dass Risse in einer Gesellschaft niemals vertikal, sondern horizontal durch alle Schichten verlaufen, war mir schon vorher klar. Nach 89 musste ich dann zügig meine Verbindungsformen und meine Art, Kontakte aufzunehmen, prüfen und siehe da: Ich konnte einfach so weiter machen. Nun etwas bewusster vielleicht in die Essenz der Menschen spüren. Celebrate Diversity.

Und eine Nachricht aus dem „pandemischen Exil“: Vielfalt ist eine Ressource, die wir auch in Krisenzeiten brauchen. Möglicherweise gerade dann. Besonders wenn der Feind so vielfältig in Form, Auftritt und Wirkung ist wie König Omikron und seine Corona.

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