Was ich grade lese

Patti Smith „Just Kids“ – die Geschichte der Freundschaft/ Liebe/ künstlerischen Partnerschaft zu/ mit Robert Mapplethorpe. Ihr Leben als sehr junge Frau im New York der 60er und 70er. Wie sie zu schreiben begann und (den singenden Dichter Jim Morrison als Inspiration) eine Sängerin und Rockmusikerin wurde.

Texte von Audre Lorde „Vertrauen, Kraft und Widerstand“ (herausgegeben von AnochK Ibacka Valiente) – „Liebe zwischen Frauen ist besonders und kraftvoll, denn wir mussten lieben, um leben zu können. Liebe ist unser Überleben gewesen.“

Ulrike Guérot „Wer schweigt, stimmt zu“ – grade wollte ich es kaufen, schwups bekomm ich es geschenkt. Ein paar kluge Gedanken über unseren Umgang mit vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Krisen. Dass man eine Frau im öffentlich-rechtlichen Fernsehen niederreden darf wie in der allerletzten RTL-Mobbing-Sendung dürfte doch einige ZuschauerInnen ermuntert haben, sich dafür zu interessieren, was Ulrike Guérot zu sagen hat, wenn sie niemand ständig unterbricht.

Bianca Ely (Hg.) „Wie war das für euch? Die 3te Generation Ost im Gespräch mit ihren Eltern“ – die Jahrgänge der 1975-1985 in der DDR Geborenen fragen nach, wollen wissen, was das für ein Land war und wie man darin lebte. Ein Plädoyer für mehr Gespräche zwischen den Generationen. Herkunft, Wurzeln, Sozialisation und die Zwischenräume, das nicht Fassbare, das „was rumort“ spielen eine Rolle für das Leben im Hier und Jetzt. Wenn die Erwachsenen in einer Umbruchsituation/ in einer Krise überfordert, abwesend und sprachlos waren/ sind, ist das verständlich. Es sollte nur nicht bis in alle Ewigkeit selbstverständliche Normalität sein.

Wäre gut, wenn wir zügig beginnen würden, die Folgen der pandemisch inspirierten Maßnahmen, Ereignisse und Verwerfungen in Politik und Gesellschaft entsprechend offenzulegen und aufzuarbeiten.

Schild an einem Gartenzaun in Ostdeutschland 2022

Und: Thomas Oberender „Empowerment Ost“!

„Thomas Oberender legt die verblüffende Andersartigkeit der Wahrnehmung unserer jüngeren Geschichte in Ost und Westdeutschland offen. Er analysiert den sogenannten »Aufbau Ost« und beschreibt die Revolution der ostdeutschen Bürgerbewegung als eine radikale Demokratieerfahrung, frappierend visionär und realistisch zugleich. Ein Vorläufer des politischen Aktivismus von heute. Empowerment Ost ist ein Kompass für eine Wiedervereinigung auf Augenhöhe und ein begeisternder Aufruf für die Möglichkeit einer anderen Zivilgesellschaft.“

Der Himmel über Leipzig
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