Im Oderbruch

Apfelbäume im Garten. Drei verschiedene Sorten, alle köstlich. Es lebe die Vielfalt! Das Spatzenvolk hockt in den angrenzenden Büschen und bearbeitet Spatzenthemen. Ich lese in einer Erstausgabe von „Der Meister und Margarita“ aus der gut ausgestatteten Bibliothek hier im Haus – immer wieder erstaunlich, der Russe Bulgakow schrieb den Roman von 1928 bis 1940. Wieviel Witz und Klarheit es doch in einer Diktatur geben kann. In der DDR verglichen wir natürlich Stalins Überwachungsstaat mit dem unseren. Ein natürlich unzulässiger Vergleich. Ein Freund nannte in den 90ern seinen Kater Behemoth. Behemoth ging jeden Tag die 5 Stufen des Souterrains hinauf in den Garten, setzte sich unter eine Babyfichte und meditierte. Nach einer Stunde kam er wieder herein. Allerdings lief er nicht auf den Hinterbeinen wie der Romankater und war auch nicht der Gehilfe von Professor Voland (dem Teufel) und hatte auch sonst wenig Ähnlichkeit mit dem Kater im Buch. Ziemlich sinnlos also, die Namensgebung. Naja. Obwohl.

Ich spiele Rahmentrommel, hier in dem großen Raum mit Tonnengewölbe aus Holz klingt es natürlich genial! Obwohl ich die Hälfte vergessen bzw. auf der Reise verloren habe, konnte ich doch mein Miniaturstudio in Gang bringen und nehme immer mal was auf. Das Haus ist kühl, obwohl draußen immer noch 29 Grad sind und das versprochene Gewitter sich ziert.

Nichts. Ab und an ein Auto, die Post. Ein bellender Hund. Ein Nachbar, der (leise) Radio hört. Ein Hahn. Ich singe.

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