zentrieren und fokussieren

Die Weltgeschichte entrollt stündlich neue Dramen, neue Schrecken, neue Verwirrungen. Nein, ich kann mich dem weder entziehen noch immer sofort sehen, wo ich handeln kann und sollte. Manchmal ist es herausfordernd genug, aufrecht zu bleiben. Oft kommt mir meine Vielfalt in allen Lebensbereichen vor wie 10 verschiedenfarbige Wollknäuel, die die Katze durcheinandergebracht hat. Wie finde ich das richtige Werkzeug? Ist es das Messer – um alles aufzulösen, zu trennen und neu zu beginnen? Sind es meine geduldigen Finger, die den weiterführenden Faden erspüren? Sind es die Worte, die ich niederschreibe und mit denen ich neue Wirklichkeit erschaffe? Die Bewegungen meiner Hände auf einer Trommel, mit denen ich Herz und Gehirn verbinde? Hoppladihopp! Das muss ich noch schaffen – heute, bis zur Deadline, innerhalb des Portals, nur noch diese Woche, während das Kamel am Kreuzweg steht, solange es noch hell ist!! Solange der Mond im letzten Viertel und die Sonne in der Zimmerecke und die Ernte noch nicht verdorben und meine Liebe nicht älter als 13 Monate ist/sind/wird/ mögen sein!! Phhhh. Danach ist alles vorbei und ich stehe dumm da. Phhhh. Mich verwundert, an welchen Orten mir überall spermienzentrierte Weltsicht begegnet. Und da ich ein sportliches Gemüt habe, interessiere ich mich sehr dafür, wo und wie ich am Rande des Turbokapitalismus lebendig leben kann. Als Musikerin, Beraterin, Lehrerin, Liebende und Priesterin. Weitermachen – besser scheitern. Und ja, dazu gehört auch, sich vom Dramastrudel verschlucken und wieder ausspucken zu lassen. Das ist nicht lustig und einfach ist es auch nicht. Für mich hat es sich noch immer gelohnt – es fühlt sich nur nicht immer so an.

Strategien finden und ihre Tragfähigkeit erproben. Meine Musik, meine Kunst hinstellen gegen die ewig gleichen Gefühllosigkeiten und das Training zur Gefühllosigkeit. Meiner Intuition Raum geben und sie als ebenso wirksame Kraft wahrnehmen wie VielGeld oder MachtÜber. Lachen! Ein bisschen zaubern und wünschen. (Sei nicht sauer, wenn das Universum deine Bestellung ignoriert – kommt in der besten Firma vor.) Gemeinschaft anstiften und halten. Frauen beistehen – ohne ihnen ihre Lebensaufgaben aus der Hand zu reißen. Menschen willkommen heißen – außerhalb und innerhalb von Schachteln. Beharrlich anwesend bleiben in der Welt des SowohlAlsAuch. Lachen!

Die Welt des EntwederOder ist eine Verführung, keine Alternative.

Internationaler Frauenstreik – 9. März 2026 Theaterplatz Weimar

Ich bin soooo dankbar für meine wundervollen Konzerte und künstlerischen Interventionen am 7./8./9. März in Leipzig und Weimar. Danke an alle die dabei waren und mit mir gesungen, gelauscht, gelacht, geweint und organisiert haben. Großes Danke.

Hier auf Youtube zum (noch einmal) anschauen/ anhören

und hier

und hier

(Gibt noch mehr Neuigkeiten dort und es kommt auch noch mehr … Mehr ist mehr!)

Danke auch an Annabell Engel für ihr professionelles und herzliches fotografisches Engagement zu „Enough! – Internationaler Frauenstreik“ und die Portraitserie plus Interview mit Ingeborg Freytag.

„Two Spirits“ Ingeborg Freytag Violine Solo im Musikinstrumentenmuseum Leipzig
„Two Spirits“ Ingeborg Freytag Solo im Musikinstrumentenmuseum Leipzig

she.spectra – Hintergründe Teil Zwei

Das Positionspapier! Die Initiative für weibliche Schöpfungskraft stellt sich vor! Um deine Aufmerksamkeit nicht über’s Maß hinaus zu strapazieren und weil ich im Kürzen ganz schlecht bin und weil weibliche Kraft sowieso nicht gekürzt werden kann – hier in mehrere Beiträge aufgeteilt.

she.spectra beteiligt(e) sich 2024:

25.09. 2024/ Radio Blau „CAFÉ AM RANDE DER WELT“Maria Schüritz und Ingeborg Freytag sprechen live über ihr Projekt „35 x 89“ (KlangTextSongCollage über engagierte Frauen im Herbst 89 – anlässlich des 35. Jahrestages der Friedlichen Revolution)

16.11.2024/ „Auch mein Leben ist die Musik! Frauengeschichten im Musikinstrumentenmuseum“ – Podiumsdiskussion „Role Models: Frauen als Vorbilder zeitgenössischer Musikerinnen“ – Ingeborg Freytag und Brunhild Fischer, gemeinsam mit Eva Meitner, Fojan Gharibnejad und Nora Benamara (in Kooperation mit dem MIM)

28.11. 2024/ Stadtbibliothek Leipzig – Liveaufführung von „35 x 89“ (Hörkunstperformance über engagierte Frauen im Herbst 89 – anlässlich des 35. Jahrestages der Friedlichen Revolution) – Ingeborg Freytag und Maria Schüritz (gefördert vom Dezernat Kultur der Stadt Leipzig, in Kooperation mit der Stadtbibliothek)

30.11.2024/ Musikinstrumentenmuseum Leipzig – Liveaufführung von „35 x 89“ (Hörkunstperformance über engagierte Frauen im Herbst 89 – anlässlich des 35. Jahrestages der Friedlichen Revolution) – Ingeborg Freytag und Maria Schüritz (gefördert vom Dezernat Kultur der Stadt Leipzig, in Kooperation mit dem MIM)

she.spectra zeigt(e) sich:

Die Veranstaltungen 2024 wurden/ werden medial begleitet von MDR Kultur (Kurzinterview), MDR Figaro (Kurzbeitrag) und Radio Blau (abendfüllende Sendungen/ Interviews mit Ingeborg Freytag, Kathrin Müller-Beck und Maria Schüritz). Ziel ist, die bestehenden Kooperationen auszubauen, zu stärken und für 2025 sowie die kommenden Jahre zu nutzen. Weitere Koop’s z.B. mit Metaware Weimar und Radio Corax Halle sind in Planung. Die bildende Künstlerin Larissa Böhler (Weimar) stellte 2024 das Artwork für Plakate/ Flyer/ Instagram zur Verfügung. Das für die Öffentlichkeitsarbeit bereits eingeführte „corporate design“ (Artwork von Larissa Böhler, Layout von Maria Schüritz) wird weitergeführt werden. Geeignete Printmedien und Net-Zines werden zeitnah angefragt. she.spectra nutzt außerdem die Kanäle der beteiligten/ unterstützenden Künstlerinnen sowie bereits vorhandene mediale Kollaborationen untereinander. Für 2025 planen wir vom 7. – 9. März ein Festivalwochenende.

Internetpräsenzen (Auswahl)

www.brunhild-fischer.de

www.ingeborg-freytag.de

www.norathiele.de

www.safimusic.com

www.maria-schueritz.de

www.simoneweissenfels.com

www.larissaboehler.de

she.spectra Geburtsurkunde:

Der Name she.spectra wurde von der Kulturmanagerin Kathrin Müller Beck gefunden. Die Initiatorin Ingeborg Freytag arbeitet seit mehreren Jahrzehnten als Musikerin, Sängerin, Dozentin, bildende Künstlerin, Komponistin und Schauspielerin. Schreiben spielt seit 2020 zunehmend eine Rolle. Die eigene Mehrfachbegabung und das Bekenntnis dazu schärfte ihren Blick auf „Leben mit und Sichtbarmachen von künstlerischer Mehrfachbegabung“ als Strategie, besonders auch als schöpferisch weibliche Strategie. Die Inspiration und ihre Umwandlung in Material für Bühne, Studio, Unterricht, Blog und Netz beruht auf einer Kooperation zwischen den inneren Fachgebieten. Die beständige Übung und Meisterung der eigenen Befähigungen sowie die Erweiterung der eigenen Wissensnetze ist dabei Voraussetzung. In der Idee von she.spectra ist genreübergreifende Arbeit, gelegentlich auch das offensive Außerkraftsetzen von Genregrenzen, bereits enthalten. Dies verstehen wir ausdrücklich sowohl als Arbeit im Innen- als auch im Außenraum. Gleichzeitig spielen wir mit den Möglichkeiten von Identität/ Abgrenzung/ Brücken/ Rivalität/ Eigen-Sinn und geben Impulse in politisch/gesellschaftlich/ kulturelle Spielräume zurück. Wir sind die Offenbarung. Es wird offenbar, was wir tun.

she.spectra – Hintergründe Teil Eins

Das Positionspapier! Die Initiative für weibliche Schöpfungskraft stellt sich vor! Um deine Aufmerksamkeit nicht über’s Maß hinaus zu strapazieren und weil ich im Kürzen ganz schlecht bin und weil weibliche Kraft sowieso nicht gekürzt werden kann – hier in mehrere Beiträge aufgeteilt.

she.spectra existiert:

Mit einem Konzert am 8. März 2024, mehreren Musikworkshops am 9./ 10. März und zwei Interviewbeiträgen beim MDR und Radio Blau begann eine Reihe von Konzerten, Festivals, Diskussionen, künstlerischen Interventionen, Workshops, Mentoring-Programmen und Radiobeiträgen, mit denen she.spectra Sichtbarkeit und Wirksamkeit von Frauen in künstlerischen Prozessen erhöhen möchte. Das Datum ist Programm. Der International Women’s Day blickt auf eine lange Tradition im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht der Frauen zurück. Trotzdem gibt es nach wie vor Denk- und Handlungsbedarf; zum Beispiel im künstlerischen/ Kunst produzierenden Bereich.Am Weltfrauentag denken wir an weiblich geprägte künstlerische und politische Realitäten, an Unterstützung, Ermutigung und Herausforderung und an Vorbilder. Frauen, die vor uns da waren und beim Vorwärtsstürmen, Erobern, Behaupten und Vernetzen neuer Räume und Formate erfolgreich waren oder scheiterten. Wir beziehen uns auf diese Traditionen, übernehmen wertvolle Strategien und kreieren neue zeitgemäße Formate. Weibliche Perspektiven in der Gesellschaft sind notwendig und brauchen Raum – fraglos und selbstverständlich.

she.spectra bedeutet:

Tradiertes/ Gelerntes neu interpretieren, die programmatische Einheit zwischen Komposition und Improvisation betonen, mit Respekt und Humor Regeln brechen, persönliche Präsenz/ künstlerische Potenz von Frauen wertschätzen und herausfordern. Dabei sind uns genre- und generationenübergreifende musikalisch/ künstlerische Arbeitsweisen und Formensprachen besonders wichtig. Die zusätzliche Weitergabe von beruflichem Wissen, musikalischen Fähigkeiten und professionellen Strategien begreifen wir als Aufgabe und Dienst an den kommenden Generationen.

she.spectra ist:

Plattform/ Arbeitsgruppe/ Festival/ Initiative/ Konstruktion/ Zeichentisch/ Diskussionsgrundlage/ Resonanzraum und mehr. Wir schaffen temporäre, flexible Organisationsstrukturen, die unserem Alltag als produzierende Künstlerinnen entsprechen. Bündnisse, Kooperationen, Strategien, Trickkisten, Osmosen – aber auch Produktion, Meditation, Kochen und Träumen sind Themen, die uns beschäftigen. Wir leben als Gesamtkunstwerke in mehrdimensionalen Räumen = Kunst ist unser Leben und unser (Über)Leben ist eine Kunst. Die Entwicklung von künstlerischen Strategien und deren Transfer in die Gesellschaft begreifen wir als essentielle Notwendigkeit – für uns UND die Gesellschaft. Unsere Schreibtische sind visionäre Organisationszentralen. Unsere Übungsräume sind künstlerische Produktionsstätten. Wir glauben an die Kraft von netzwerkorientierter Arbeit – auf und hinter der Bühne. Sichtbare und unsichtbare Arbeit ist gleich wichtig und gleichwertig – außen und innen. Wir orientieren uns an Ideen und Erfahrungswissen zu positiver Konkurrenz.

she.spectra bietet:

Veranstaltungen, die auf und hinter dem Podium von Frauen verantwortet werden. Konzerte, Festivals, Diskussionen, Workshops, Performances und andere Präsentationsformen dienen als Transportmittel für öffentliche Wirksamkeit. she.spectra schickt Bündnis- und Teilhabeangebote in die gesellschaftliche und politische Öffentlichkeit. Die Zielgruppen sind je nach Veranstaltungsformat sehr divers. Fachveranstaltungen bieten Impulse für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Workshops geben Einblicke in musikalische Themenkreise und können die eigene Musizierpraxis auf jedem Level inspirieren. Konzerte sind Erfahrungsräume, in denen sich unterschiedliche Menschen und musikalische Stile auf und vor der Bühne begegnen. Wir arbeiten selbst generationenübergreifend und bieten diese Sichtweise auch unserem Publikum an. Wir sehen Lebensleistungen überall und versuchen, uns selbst und einander mit Respekt und Wertschätzung zu behandeln – ebenso kann unser Publikum auf verständliche Ansprache und berührende Musik vertrauen. she.spectra‘s Veranstaltungen richten sich an Künstlerinnen/ Musikerinnen, die in ein visionäres Netzwerk eintauchen wollen, an Kunststudentinnen, die sich Inspiration für ein gelingendes Berufsleben wünschen, an alle Interessierten, die sich gerne in mehrdimensionalen Räumen bewegen und an alle neugierigen Menschen, die Musik mögen und auch lernend an ihr teilhaben möchten. „Unser Auftrag ist Berührung.“ (Madonnenwerk)

she.spectra sind:

Künstlerinnen/ Kuratorinnen/ Kulturmanagerinnen/ Organisatorinnen/ Veranstalterinnen (oft in Personalunion) aus Leipzig, Halle, Weimar, Berlin und … Sie fühlen sich einer Welt verpflichtet, in der lebendige, bewegliche und berührende Kunst im Zentrum der Gesellschaft steht. In einer Kultur des „SowohlAlsAuch“ dürfen sich unterschiedliche musikalische Stile und künstlerische Sprachen, kühne Gedanken, tiefe Gefühle und ein vielgestaltiges Instrumentarium begegnen. Entsprechend vielfältig wünschen wir uns unser Publikum und begrüßen neue Mitstreiterinnen und Mitdenkerinnen.

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