Vereint im „Die da!“

Diedaismus allüberall. Quer durch alles Denken hindurch, ohne Ansehen von Alter, Geschlecht, Stellung, Klasse, Partei, Bildungsgrad und und. Ohne Dieda geht grade gar nichts. Gäbe es Dieda nicht, man müsste sie erfinden.

Wenn die nicht, dann könnte ich ja. Würden die mal endlich, dann müsste ich nicht. Wenn die sich richtig verhalten hätten, dann gäbe es ja schon lange wieder. Ich mach hier immer alles und die da nix. Die kriegen immer alles und wer gibt mir was? Die lügen doch sowieso. Hier kann doch jeder, warum sind die nicht einfach? Ich geb mir doch Mühe, was wollen die da eigentlich? Die müssen weg! Die gehören eingesperrt! Die gehören abgeschoben! (Auf dieser Eskalationsstufe angelangt, folgen dann nur noch div. Todesarten, je nach ideologischem Hintergrund und persönlicher Hemmschwelle.)

Diedaismus ist übrigens auch keine Basisdemokratie, sondern gemeinsam meckern. Nichts gegen. Manchmal stehen ja nach genügendem Gemecker alle gemeinsam auf und bauen eine Garage. Oder wandern aus. Gerda Weiler ist die Urheberin eines meiner Lieblingssprüche: „Es gilt, die Lebensaufgaben anzugreifen. Nicht den Feind.“

Der Spruch steht natürlich hier völlig zusammenhanglos. Ich fand ihn nur lustig. Und ich habe ja mal eine Weile in Dresden gelebt. Da traf ich damals auch schon ein paar Weltmeister im Diedaismus. Is jetzt so 40 Jährchen her. Wie die Zeit vergeht!

Nachrichten aus der Katerwelt

Vergiss nicht zu schnüffeln. Dreh deine Nase nach oben in die Luft, bewege sanft den Kopf und lass die Informationen zu dir kommen. Wo gibt es Beute? Naht ein Hund oder ein Katzenhasser? Kommt Regen? Sonne auf dem Gras. Nasse Gehwegplatten. Blühender Flieder. Benutze deine Sinne. Unterscheide das Rascheln einer Maus, einer Amsel, eines Igels. Höre genau! Wer spricht mit welchen Tönen? Was liegt hinter den Worten?

Sei wachsam und mach es dir dabei bequem. Schüttle die Pfoten und strecke dich. Spring hoch und dreh dich einmal um dich selbst! Du bist. Und du spielst, was du bist. Renne! Da! Ein kurzer Biss, klar und leuchtend schnell wie ein Blitz. Oder wie Erkenntnis. Das ist Katzenmedizin.

Lust zum Streiken

Wenn es irgendjemanden interessieren würde, ob ich streike oder nicht – dann würde ich gerne für bessere Arbeitsbedingungen der heilenden und pflegenden Berufe streiken. Sie selber können es ja nicht, „sonst sterben Menschen“. Es geht nicht um „die da“, es geht um „das da“, das strukturelle Problem, dass viel zu wenig Leute viel zu lange viel zu viel arbeiten müssen. Nicht erst seit Corona ……………………………………..
Ich hasse dieses GegeneinanderAusgespiele. Selbstständige gegen Angestellte, Krankenschwester gegen Schauspielerin, armer Syrer gegen armer Hartzer, jung gegen alt. Irgendjemandem geht es immer besser. Jaja. Na und. Natürlich kann ich rein theoretisch in der Stunde 100x mehr verdienen als eine Krankenschwester oder eine Paketbotin. Aber nicht jede Stunde, nicht jeden Tag. Oft baue ich jede Woche mein Krankenhaus neu und erfinde täglich andere Transportmittel für meine Paketdienstleisterfirma. Nach Abzug aller Kosten bleibt dann oft deutlich weniger als der Mindestlohn. Gelegentlich morphen meine Firmen vom EinFrauBetrieb zum Mini-Orchester und zurück. Ich begann meine Ausbildung mit vier Jahren, meine Berufstätigkeit mit sieben. Mein Pappa sagte immer gerne: „Während wir hier stehen und üben, verdienen andere Leute Geld.“

Wenn ich mal über die Einzelheiten meines Berufes spreche, will komischerweise immer niemand mehr mit mir tauschen.


Achja, die Kunst. Von den falschen Leuten gelobt werden, steht in unserer Stellenbeschreibung. Schelte kriegen auch. Auch von den falschen Leuten. Hm. Das sollte man eigentlich bereits bei der Aufnahmeprüfung für eine Kunsthochschule klären. Einer meiner Lehrer empfahl , konsequent Kritiken NICHT zu lesen. Die eigene Mobbingresistenz gelegentlich zu überprüfen und zu pflegen. Da habe ich mich brav dran gehalten. Er wusste natürlich nicht, dass es später das Internet und die asozialen Medien geben würde. Ich versuche, zwischen der öffentlichen Person, der Marke „Ingeborg Freytag“ und mir eine professionelle Distanz zu haben und zu halten. Naja. So help me god.

Blick vom Rondell in Sondershausen.

Schwellenzeit

In allen Kulturen gilt der Aufenthalt auf der Schwelle als nicht vielversprechend bis sehr gefährlich. Auf allen Schwellen tummeln sich die Geister, die meistens nicht wirklich böse, sondern nur auf der Suche nach guter Unterhaltung sind. Wenn du da reingerätst, is Pech. Soviel Energie, wie du da verlierst, kannst du von Haus aus gar nicht haben. Auch Übergangszeiten sind solche Schwellen. Wir erleben grade, wie geisterbesoffene Leute es total geil finden, 125 oder 1378 Menschen von einer Bühne aus Dinge zuzurufen. Ist um einiges geiler als ein Youtubevideo zu produzieren, obwohl die Kommentare drunter auch beim Aufplustern helfen. Als Bühnenmensch weiß ich natürlich um die identitätsstiftende Wirkung solcher Maßnahmen. Ich finde nur, in einem Prozess, der uns sehr klar, scharf und hässlich zeigt, wo unsere Gesellschaft/ Ordnung/ Grundvereinbarung/ Regierungsform versagt, sollte es nicht nur um die Geisterbelustigung auf der Schwelle gehen. Die Zauberkünstler in den Varietes meiner Kindheit wiesen mit großer Geste auf den Blumenstrauß, um derweil die mysteriöse Wanderung der Münze von der rechten zur linken Hand auszuführen.

Ich sehe keinen Plan und keine planvoll handelnde Elite, weder jetzt noch in der Geschichte. Ich sehe umfassendes Versagen und umfassenden Unwillen zu lernen. Macht, und sei sie noch so lächerlich, ist natürlich „die Lizenz zum NichtLernenMüssen“. (Karl W. Deutsch)

Hier ein paar Ideen, um was es gehen könnte:

  • eine hochtechnologisierte, hocheffiziente Recyclingwirtschaft, die dafür sorgt, dass nichts auf diesem Planeten mehr einfach weggeworfen wird – dass Unternehmen, die die Ressourcen unseres Planeten ausbeuten, sich wandeln dürfen und unternehmerischer Sachverstand sich visionären = zukunftsorientierten Lösungen zuwenden kann
  • ein Gesundheitssystem, was den Beschäftigten ermöglicht zu heilen, zu helfen und zu pflegen. Wer lieber im Labor arbeitet oder Hightech-Prothesen entwickelt, bitte ja! Und wer stolz sein möchte, dass 72-Stunden-Schichten ohne ausreichende Personaldecke persönlicher Standard sind, bitte ja. Gerne bei „Ärzte ohne Grenzen“ oder in Notstandsgebieten….. nicht als allgemeingültige Handlungsrichtlinie!
  • ein Bildungssystem, was nicht eher ruht, als bis jeder Mensch in jedem Alter seine persönlichen Lehrpersonen, seine Lernform, seinen Lernort gefunden hat und sich mit Freude weiterentwickelt
  • eine Regierungsform, die denen, die nach uns kommen (unseren Kindern, Enkeln, Urenkeln >>>>>) und denen die keine Stimme haben (weil sie angeblich nicht leben = Erde/ Feuer/ Wasser/ Luft, aber auch Pflanzen, Tieren, Viren, unseren Ahnen usw.) ein Mitspracherecht gibt
  • eine Gesellschaft, die die Unterschiede respektiert und daraus keine Bewertungen bastelt
  • eine Gesellschaft, die weiß, dass Menschenrechte für alle gelten müssen, weil sie sonst für niemanden gelten
  • die Unterstützung der jungen Aktivistinnen und Aktivisten, die viele Ideen und viel Mut haben, diese Welt umzubauen, damit zivilgesellschaftliches Engagement und individuelle Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen möglich ist bzw. wird.
  • die Möglichkeit, emotional reduzierte Workaholics in ihrer Verarmung wahrzunehmen und nicht als Leuchttürme an Arbeitsmoral und Unternehmergeist, deren Wertevorstellungen die Gesellschaft prägen

Sehhilfen vom Nymphenbad in Weimar.

Fiktion und Wirklichkeit

Die Bühne ist nicht das Leben, das Internet ist nicht das Leben, ein Tatortkrimi ist kein Dokumentarfilm und ein Roman gibt nicht notwendigerweise die private Meinung der Autorin/ des Autors wieder. Kunst ist nicht das Leben! Mein Blog ist nicht mein privates Tagebuch. Natürlich war Romy Schneider nicht die Kaiserin Sissy. Hollywoods Frauenheld Rock Hudson war schwul. Frank Wedekinds Tante ist nicht gestorben, weil ihr Neffe sie geschlachtet hat und Jens Paul Wollenberg hat soweit ich weiß gar keine Tante, obwohl er Wedekinds Song sehr gerne und überaus überzeugend interpretiert. Gitte Haenning ist nicht immer stark und Konstantin Wecker hat möglicherweise nie einen Freund namens Willy gehabt. Hurra hurra die Schule brennt.
Also warum zum Henker nehmen wir #allesdichtmachen nicht als das Theaterstück was es ist? Bitte! Ich muss keinen Mord begangen haben um eine Mörderin glaubhaft darstellen zu können. Eine sorgfältige Erarbeitung der Rolle tut es auch.
Unter „coronaspot der bundesregierung #besondere helden“ gibt es die Original-Steilvorlagen der Bundesregierung auf YouTube. Ich sehe da gewisse konzeptionelle Verwandtschaften 😉 Die Kriegsveteranen verhohnepipeln, also wirklich ….. so geht es aber nicht, liebe Bundesregierung!
Und im übrigen: Die Angehörigen der medizinischen Berufe haben mitunter einen recht drastischen Humor, den man so nicht auf die Bühne bringen könnte, ohne sich dem Vorwurf des ungezügelten Zynismus auszusetzen.

Ich hatte einen schönen Anlass, die Resolution von 1989 rauszukramen. Lang ist es her. Die beständige Aufforderung zur Selbstdarstellung hat uns alle verändert. Ziemlich eindimensional ist die Welt aktuell. Vorhang auf für unser aller Reichtum, unsere Vielfalt und Verschiedenheit!

Katzenkrallen

Ein Koan, ein Zentext – die ja allesamt davon handeln, dass der unbedingte Wille zur Erleuchtung uns leider der Erleuchtung keinen Schritt näher bringt.

Katzenkrallen

Ein Schüler sagte: „Ich habe gehört, dass man durch sittliches Handeln, Meditieren und Weisheit auf dem Weg vorankommt.“ Der Meister erwiderte: „Mit derlei Kram gebe ich mich nicht ab.“ Darauf meinte der Schüler: „Wie bedeutungsvoll muss deine Lehre doch sein. Aber ich begreife sie nicht.“ Der Meister sprach: „Wer sie verstehen will, muss den höchsten Berg erklimmen und auf dem Gipfel sitzen, oder in die Tiefsee tauchen und auf dem Meeresgrund spazieren. Du schaffst es, so erdrückt von innerer Last, nicht einmal bis ins Bett.“

Also: Ziehe keine Katze, die sich wehrt, über den Teppich. Ihre Krallen machen alles noch übler.

Von der Forschungsreise zu den Rahmentrommeln zurück mit Bildern und Geschichten aus dem Thüringer Wald. Und natürlich mit Rahmentrommeln. Reichtum. Nicht erfassbar von den Schnappsäcken dieser Welt. Wie gut!

Alltagsdesign V

Eine Sehhilfe aus dem AGRA-Park. Ein gutes Gespräch im Kulturamt der Stadt Markkleeberg. Und die Konzeptionen/ Planungen für das Lausitz-Projekt im August gehen voran. Und es macht sogar Spaß, das ganze so zu entwerfen, dass eine Abstimmung mit den dann möglicherweise geltenden Regeln und Einschränkungen möglich ist. Außer natürlich der Militärputsch kommt. Ähm, warn Scherz. Aber dass quer durch die Generationen nach schärferen, härteren, autoritäreren Maßnahmen geschrien wird …. Phhhh. Womöglich ist der Tag nicht mehr fern, an dem wir uns in die „Merkel-Diktatur“ zurücksehnen. Ich jedenfalls habe keine 25 Jahre mehr Zeit, um darauf zu warten, dass die Mauer wieder aufgeht.

Die nun abgewürgten Modellprojekte in Augustusburg und Tübingen (Gastro, Hotel, Museum, Kultur usw. öffnen und können mit Negativtest besucht werden) wollten eigentlich Fakten darüber sammeln, wie wir uns mal endlich langsam vom Glauben Richtung Wissen bewegen. Zu wissen, wie Infektion nicht stattfindet, wäre ja auch schon mal was. Erinnert mich ganz ungut an die Menschen, die es mit dem Aufbau des Sozialismus ernst meinten und tatsächlich versuchten, sich mit ganzem Herzen an der Umgestaltung zu beteiligen und ihre Welt besser und gerechter zu machen. Da kam ein Funktionär des Wegs. Was für eine grandiose Verschwendung von Mut, Ideenreichtum und unternehmerischem Engagement. So verlieren wir die Menschen. So wie wir sie damals auch verloren haben. Und die nächstbeste mediengeile Pappnase kann die Bühne entern, ihr Fähnchen schwenken und rufen: Folget mir nach, ich weiß die Wahrheit. Keine Experimente mehr!

Naja. Verändere was möglich ist und gib Gott auch noch was zu tun. Der Göttin, dem schöpferischen Universum, dem Schicksal, dem Geist von Karl Marx oder Allah dem All-Erbarmer. Die Strategien der Befreiungstheologien des vorigen Jahrhunderts gelten immer noch.

Wir geben den Hungrigen zu essen und den Durstigen zu trinken. Wir sammeln Geld für die, die Medikamente brauchen, oder Schuhe oder Saatgut. Wir sorgen für Stifte, Papier und Bücher. Wir trösten die Mutlosen und sprechen mit den Zornigen über eine gerechtere Welt. Dann wird Gott schon dasein.

Eine blühende Magnolie im AGRA-Park.

Pilgerfahrt

Gestern im Aprilwetter auf dem Petersberg. Lange war ich nicht dort und fast hatte ich vergessen, wie anmutig der kleine Steinbruchsee ist. Der Weg zur Stiftskirche geriet zur Meditation, Baumbruch und forstwirtschaftliche Maßnahmen, ich landete auf der Rückseite wo es natürlich keinen Eingang gibt. Also konzentriert den Weg zurück am Hang über die Bäume klettern und ordentlich auf dem Weg zum Haupteingang. Sozusagen geläutert betrat ich die Kirche. Vor vielen Jahren lud mich ein junger Ordensmann zur „Nacht der Lichter“ ein. Überall Kerzen in der Kirche, auf den Wegen und in den Bäumen. Ich spielte Geige und es gab einen Tanz der Frauen zu meiner Basstrommel. Immer mal wieder geschehen seltsame Dinge. Man denkt, das geht doch nicht. Und dann geht es doch. Der Berg ist die höchste Erhebung auf diesem Breitengrad bis zum Ural. Ich blinzle und Schlackehalden, Ortschaften und Felder rundherum verschwinden. Die Kirche löst sich auf. Ich war ich bin ich werde sein.

Hoffnung verkünden

Ich höre Ali Farka Touré & Toumani Diabaté – sie trösten mich. Hören

Und Stein, der einmal Holz war, herausgewühlt vom Tagebau – tröstet mich auch. Menschen, die Hoffnung verkünden, obwohl die Welt voller Angst und Panik ist. Dass das schöpferische Universum alles zu sich nimmt, verwandelt und heilt. Auch der Gewalttäter wird Kompost.

Ich weiß grade nicht, wie ich es schaffen soll, ruhig am Fluss zu sitzen und zu warten, bis die Leichen meiner Feinde an mir vorbeitreiben. Morgen weiß ich es wieder. Nicht verwickeln lassen! Atmen, schreiben, singen, spielen. Die Kreativen werden überdauern.

Lockdown. Breakdown.

Langsam geht es an die Substanz, oder wie unsere Großeltern sagten, ans Eingemachte. Dass es nicht gut sein kann, die Vorräte restlos aufzuessen, ist klar. Auch die Vorräte an Mut und Zutrauen, Lebensfreude und psychischer Stabilität aufzubrauchen, macht angreifbar. Angreifbar für den Hunger. Hunger nach einfachen Lösungen. Alles, alles, ja, ja, ja – nur ein Ende soll es haben. Nie zuvor war so deutlich, in welchem Maß unsere Gesetze, Regeln und Grundvereinbarungen auf Unwissen, Vermutungen, Annahmen und Vorurteilen beruhen. Damit meine ich nicht Regeln wie z.B. dass Dinge vom Tisch auf den Fussboden fallen, wenn sie keinen Raketenantrieb haben und dass wir meistens nicht durch die Wand aus dem Haus gehen können.

Wie gut, dass immer ein Kollege oder eine Kollegin zur Stelle ist, um mich aus dem Loch zu holen, wenn es mir grade nicht allein gelingt. Und humoristische Einlagen wie im Bild, köstlich. Schön, dass es immer noch Dinge gibt, auf deren Funktionieren man sich verlassen kann. Z.B. deutsche Bürokratie, das Fokussieren der Belange der eigenen Behörde und die grandiose Fähigkeit, das Leben rundherum nahezu vollständig auszublenden. Dazu Unbarmherzigkeit, Habgier und machtgeiles Getue von Menschen, die eigentlich alles haben und auch in dieser Pandemie noch nicht viel verloren haben. Naja. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Neue Projekte. So sieht der sowjetische Pavillion auf der Alten Messe als Walfisch aus. Meinte Tania und die muss es wissen, sie ist schließlich Bulgarin. Töne fangen im Tagebau Profen (noch bis 2035) für Spiel.Raum.Struktur.Wandel in der Lausitz. Neue Definitionen für die Welt von gestern. Monas ägyptisches Universum. Die Parade der Mumien in Kairo – unverschleierte Frauen spielen Snare Drum, Pauken, Geige und Daf. Ein altägyptisches Hohelied auf Isis wird gesungen, auf die Göttin von Himmel und Erde, die Mutter der Menschen und der Götter. Das ist unsere Kultur, sagt Mona – nicht die Wahabiten mit ihrem Schleier, der Beschneidung und dem ganzen Wahn. Nun muss ich doch noch Rahmentrommel üben, war mir immer zu fitzelig, reicht ja wenn ich Geige spiele …. Wir werden also unsere Zusammenarbeit vertiefen!

Wenn „the humming trees“ sich treffen, ist tatsächlich noch etwas da, was über die im Moment erzeugte Musik hinausgeht. Wer weiß, vielleicht summen tatsächlich die Bäume. Und natürlich tauschen wir uns aus, wüten und trauern, lachen und geben uns Halt und Zuversicht.