Denkzeit-Projekt von Eckhard Ischebeck

Ein wunderbarer Kollege Schauspieler und (Kunst)Fotograf, der im Rahmen seines Stipendiums Angehörige der künstlerischen Berufe an ihren (Zu)Flucht-Orten besucht, interviewt und fotografiert hat. Wenn er dann eine Ausstellung damit machen darf, werde ich Musik spielen. Das haben wir ausgemacht. Ich verlange kein Geld dafür und er schenkt mir ein Foto. Das haben wir auch ausgemacht. Nach dem Krieg um sechs im Kelch. So verabredete sich im 1. Weltkrieg Jaroslav Hašeks „braver“ Soldat Schwejk mit dem Kameraden. Mich begleitete die Lesefassung mit Franz Kutschera durch meine Kindheit. In der DDR war ein bisschen „Schweijken“ durchaus nützlich, um sich Anstand, Würde und Lebensfreude zu bewahren. Weiß ja bis heute niemand, ob Schwejks Einfalt nicht eine besonders raffinierte Form des passiven Widerstandes ist. #denkzeitstipendium

Kulturfunken in Lübeck

 

Eine kleine Nachlese von meinem September-Projekt in Lübeck. Wir waren mit einer handverlesenen Künstlerinnengruppe und interessiertem Publikum auf Kultur-Tour zu ausgewählten Orten. Nach gutem Zureden hörte es sogar auf zu regnen. Ausstellungen, Performances, Spontankompositionen. Eine tolle Ideen-Mixtur, die ich gerne sofort exportiert hätte. Leider findet man nie so schnell Fördermöglichkeiten. Und wenn man sie dann gefunden hat, hat man vergessen, was man eigentlich wollte. Hm.
 
Quartier gabs bei Piia im „Rucksackhotel“ – eine supercoole, lebenskluge Hippielady, vor langen Jahren aus dem Baltikum eingewandert.
Sogar ein Team-Ausflug zur (West)Ostsee nach Niendorf war drin. Es gibt schon Momente, wo ich meinen Beruf uneingeschränkt liebe!