Rahmentrommel-Workshop mit Ingeborg Freytag am 18.Oktober von 11.00-14.00

Willkommen bei Drums & Chants an der Stadtgrenze zwischen Leipzig und Markkleeberg! Ich öffne meinen Übungsraum/ Atelier/ Studio/ Forschungsstation. Am 18. Oktober kannst du von 11.00 bis 14.00 verschiedene Rahmentrommeln/ Spieltechniken und Rhythmusmuster kennenlernen. Musik und Musikauffassung aus dem großen Kulturraum zwischen Nordafrika und dem Hindukusch wird uns bewegen! Kleine Bodymusic-Einheiten helfen dabei, das Rhythmusgefühl vom Kopf auf die Füsse zu stellen. Schöne Sounds, Kraft und Beweglichkeit, meditative Hingabe und die tragende Energie der Gruppe sind weitere Themenkreise. Wie immer ist bei Drums & Chants urteilsfreie Zone und jeder, wirklich jeder Kenntnisstand willkommen. Auch der gefühlte Kenntnisstand. Du bist eingeladen, in Schönheit zu lernen und zu musizieren. Dieser Workshop ist auch als Fobi geeignet, wenn du in einem heilenden/ helfenden/ lehrenden Beruf arbeitest.

Vorkenntnisse spielen eine Rolle, sind aber nicht nötig.

Der Workshop kostet 45 Euro – alle Leihinstrumente sind inkl. Gerne kannst du zusätzlich deine eigene Rahmentrommel/ Tar/ Bendir/ Mizhar/ Riqq mitbringen.

Hier geht es zur Anmeldung.

Ingeborg Freytag mit Rahmentrommel zu einer Vernissage 2023

Und: Es gibt einen neuen Winterkurs für Rahmentrommeln, 2x im Monat. Kraft im Kreis und meditative Zentrierung. Mehr Informationen zu meinen Workshops und meinem Unterrichtsuniversum Drums & Chants findest Du hier.

Ingeborg Freytag mit Riqq 2024

Geburtstagskonzert — Ingeborg Freytag Solo

Am 15. Oktober um 19.00 in der Stadtbibliothek Leipzig! Im Oberlichtsaal — für mich immer ein schöner Ort, um den Geist zu öffnen. Solo mit Violine/ Perkussion/ Stimme/ Loopmachines!

„In ihren Solokonzerten spielt sie Momentmusik – spontan komponierte Klangorte und musikalische Bilder, die das Publikum einladen in eine neue Wahrnehmung des Augenblicks, in Traumlandschaften und berührende Begegnung.“

Nein, ich habe nicht am 15. Oktober Geburtstag – ich lebe jetzt schon zwei Monate in meinem neuen Lebensjahrzehnt. Ja, ich weiss, es sind Jazztage – irgendwas ist immer. Kein Eintritt, keine Ausreden. Spenden sind willkommen (das Konzert findet ohne Fördermittel statt). Ich freue mich auf euch!

Ingeborg Freytag Solo am 7. März 2025/ she.spectra festival in der Stadtbibliothek Leipzig

„Ein Satz der mich trägt – Worte die Mut machen“ Beitrag zur Blogparade …

… von Sylvia Tornau – systemische Therapeutin, Trauma-Coach und Bloggerin – danke für die Einladung dazu!

Oh, was für ein Thema. Eigentlich bin ich gerade am Theater in Magdeburg, um die Musik für die „Schachnovelle“ zu schreiben. Nein, ich kann nicht entscheiden, welcher Satz mich trägt. Es sind so viele Sätze. Manche bleiben eine Weile. Manche gehen zügig ins Vergessen, wenn ihre Aufgabe getan ist. Immer kommen neue. Die meisten mache ich mir selbst zurecht, einige stammen von anderen Menschen. Immer spielt Energie eine Rolle, der Zugang zu einer bestimmten Kraft, einer „guten Medizin“ in der indianischen Tradition. Allerdings kann ich mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich noch keinen Zugang zu dieser „Wortquelle“ hatte. Und dass mir mal eine sagen würde: „Du bist gut mit Worten. Wie Pfeile treffen sie ins Herz.“ – du spinnst, hätte ich gesagt. Eine Meisterin der Worte, ausgerechnet ich?

Gut, fangen wir an. „Bewusstseinsarbeit ist auch Arbeit!“ – Oder: warum ich immer wollte, dass mein Beruf mir eine Quelle der Selbsterkenntnis ist. In den letzten Jahren habe ich noch einmal sehr tief verstehen gelernt, dass alle Ebenen meines Lebens wirklich und wahrhaftig miteinander verbunden sind. Das könnte eine Binse sein, ist es aber nicht. In dieser Weltsicht gibt es keinen Zwischenraum – tiefgreifende persönliche Erneuerung und Wandlung und sich ausdehnende, neu formende künstlerische Meisterschaft inspirieren und durchdringen einander. In jedem Augenblick. Und sinken verbunden in die fließenden Gefühle hinein. Das musste ich erstmal akzeptieren – dass die persönliche Weiterentwicklung nix ist, was mich bei der Arbeit stört. Uiuiui. Und umgekehrt all meine Arbeit mich nur weiter und tiefer zu mir selbst führt. Uiuiui.

„Leere ist nicht bedrohlich. Leere bereitet die Fülle vor.“ Ein Satz aus dem vergangenen Jahr. Damit ich mich in all den Wandlungen und der Einsamkeit nicht zu Tode fürchte. Hat funktioniert!

Wittow – Rügen

Manchmal mache ich mir aus dem Satz ein Lied. Ein Medizinlied ist die kraftvollste und stärkste Verankerung, die ich kenne. Wenn ich die Stimme erhebe, hört mich nicht nur mein tiefes Selbst besser, sondern auch die hilfreichen Kräfte um mich herum. So ein Lied ist in der Regel nix zum Teilen mit Menschen. Ich singe aber z.B. für Orte, um mich vorzustellen oder Hilfe und Schutz zu erbitten.

Gelegentlich bittet mich jemand um ein Medizinlied. Dann summen wir gemeinsam, lachen und/ oder heulen ein wenig und kauen auf Worten herum, bis Rhythmus, Stimmlage und Melodie genauso sind wie sie sein sollen. Oder wollen. 

„Aus den Tiefen des Ungeformten können jederzeit ungeahnte Wunder emporsteigen.“ Dieser Satz wurde mir gestern zur Sommersonnenwende gegeben vom Labyrinthplatz in Leipzig, als ich sonnwendmäßig dem Pfad folgte. Im Temenos/ der Mitte saß eine Frau, ich segnete sie kurz und als sie gegangen war, fand ich eine kleine Sonne aus Holzstücken. Heute meldete sich nach sehr, wirklich sehr langer Zeit eine Kollegin aus Frankfurt/M., um mich zu gemeinsamen Konzerten während der Tour zum 33jährigen Bandjubiläum einzuladen.

Das eine hat mit dem anderen natürlich gar nix zu tun. Nein. Dazu passt, dass ich Magie umso weniger anwende, je mehr ich darüber weiss. Wunder, also die Botschaften aus dem Ungeformten, zuzulassen und dem, was lebendig werden will, Raum zu geben – eine echte Übung in einer Welt, in der alles, aber auch wirklich alles aktiv gestaltet werden muss. Sonst haste ja dein Leben nicht im Griff …. Dem, was sterben will, Raum zu geben, gehört eigentlich zum Prozess, aber das führt jetzt zu weit.

„Nichts ist bescheuerter als die Manipulation einer falsch verstandenen Wirklichkeit.“ Schrieb Luisa Francia mal irgendwann irgendwo. Das ist nun in der Tat ein Satz, der mich schon länger begleitet. Irgendwann wurde er sogar im Sumarah-Meditations-Universum aufgefrischt. Also, ihr Lieben – nicht im Weg rumstehen, während sich die Wunder entfalten. #SatzDerMichTrägt

painted with sand – from nature – island of rügen

Zu Gast bei „Global Groove“ – dem Podcast von Nora Thiele

Loide, Loide – soviel ist passiert und passiert grade oder kommt bald. Mir fehlt ein wenig die Muße zum schreiben = vertiefen und versenken. Aber nachdem ich vor kurzem mal wieder einer Trommelstudentin empfohlen hatte, die kleinen kurzen Übungseinheiten wertzuschätzen und zu praktizieren, wenn zu den großen kein Raum da ist, denke ich grade, ich könnte mich doch an meine eigenen klugen Empfehlungen halten und einfach was schreiben. Muss ja nicht viel sein. Die Trommelstudentin war jedenfalls erleichtert und hat die Übelust zurückgewonnen.

Ich bin sehr glücklich über die Einladung zu „Global Groove“. Viel verschiedene Musik von mir ist zu hören. Eine Stunde im Gespräch mit meiner großen Kollegin Nora Thiele, ein bisschen Frauenmusikgeschichte, meine Lebenswege, DDR – und auch wie wir beide als Multiinstrumentalistinnen arbeiten und welche wesentlichen künstlerischen Impulse wir einander geben konnten und können. Vor nunmehr fast 30 Jahren war ich Noras erste Trommellehrerin und Impulsgeberin für ihren Weg als Berufsmusikerin. Heute darf ich von ihrem großen Wissen über die Kunst des Rahmentrommelns profitieren und bei ihr über dieses spannende Multiversum lernen. Eine schöne Fügung, dass uns die Rollenumkehrung so bruchlos gelang. Und die Gründung von „she.spectra“ ist nicht denkbar ohne Nora Thieles klares Bekenntnis zu mehr Sichtbarkeit von weiblicher Kraft (und Lautstärke ;-)) im Musikbusiness/ Kunstbetrieb.

Ingeborg Freytag bei „Global Groove“ – dem Podcast von Nora Thiele (auf spotify)

Ingeborg Freytag bei „Global Groove“ – dem Podcast von Nora Thiele (auf Noras Website)

Achso, wer sich die Sendung gerne ganz oldschool am Radio anhören möchte, das geht am 4. Juni um 19:05 bei Radio Lotte Weimar

Nora Thiele bei Radio Lotte Weimar – Podcast „Global Groove“ mit Ingeborg Freytag

Zu allem anderen schreibe ich später hier – Ausstellung, Theatermusik, Meer-Reisen, Maientanz und Walpurgisnacht – hui!

Bei Instagram immer tagesaktuell mit Fotos, Videos und Kurztexten auf ingeborgfreytag.multimusician

Rügen – Wittow
Ausstellung von Ingeborg Freytag bei ConnArt Altenburg
Mit Pappa

Vernissage mit Bildern und Musik von Ingeborg Freytag

…. am 16. Mai bei ConnArt Altenburg – Weibermarkt 13!! Es gibt Livemusik von mir mit Maschinen und gehobenem Unfug und später spielt Nante. Willkommen! Wird schön!

Ausstellende Künstlerinnen: Katrin Richter, Paula Lima, Ingeborg Freytag, Katharina Trenkmann, Angelika Lange, Maria Meuche.

Musik: Eröffnung (ab 18 Uhr) von Ingeborg Freytag, ab 20.30 Uhr Nante

she.spectra – Festival vom 7. bis 9. März 2025

In wenigen Tagen ist es soweit – wir feiern in Leipzig den Weltfrauentag mit Konzerten/ Workshops/ Gesprächen, wir feiern weibliche künstlerische Kompetenz/ Potenz/ Präsenz und wir feiern die visionäre Kraft von Frauen. Das ist genauso groß wie es klingt. Das einzige, was das neoliberale turbokapitalistische Patriarchat zustandebringt, ist Krieg und Zerstörung. . . . phhhhhh. Ich bestehe darauf, dass es abseits absurder machtbesoffener Erbärmlichkeit andere Macht und wirkliche Kraft gibt. Dass wir in einer Welt von Schönheit und Weite leben können. Ja. – – – Lasst uns die Lebensaufgaben angreifen – nicht den Feind. (Danke Gerda Weiler) Ich bin sehr glücklich über das schöne, vielgestaltige Programm, die Unterstützung des Kulturamtes und die tollen Entscheiderinnen an den Orten, die mit uns kooperieren. Danke an alle, die she.spectra mit mir aus dem Boden gestampft und Zeit und Ideen in dieses feine Flechtwerk hineingegeben haben. Jetzt ist es Zeit, die Früchte zu würdigen.

Komm vorbei, lass dich von Musik inspirieren und ermutigen, teile deine Worte und Gedanken, zentriere dich beim Musizieren in den Workshops und schenk uns deinen Zorn und deine Liebe. Willkommen.

she.spectra auf Instagram – Hintergründe/ Einblicke/ allgemeine Infos – folge uns!

Das Festival auf Instagram – Aktuelles zum she.spectra festival vom 7. bis 9. März 2025

Herzlich willkommen!

Grade fiel mir auf, dass ich nun seit fast 5 Jahren hier schreibe – über Kunst & Leben, Neues und ganz Altes – über meine Ideen, Fundstücke, Thesen, Bilder, Bewegungen, Beobachtungen – und MUSIK. Immer auch über Hintergründe und Vorbilder, über das, was im Vordergrund steht und über das Gewebe dahinter. Das Gewebe, was sichtbar wird, wenn wir den Teppich herumdrehen. Vielleicht verstehen wir dann, warum er fliegen kann. Vielleicht auch nicht.

„Tier-Ikonen“ – Online Release mit Photocollagen von Eckhard Ischebeck und Musik von Ingeborg Freytag

Ich lernte Eckhard im Jahr Eins der Pandemie kennen, er porträtierte im Rahmen seines Denkzeit-Stipendiums Leipziger KünstlerInnen an ihren Rückzugsorten, ihren „Refugien“. Scherzhaft nannten wir uns „Lockdown-Models“. Am Waldesrand nahe meines Proberaums entstanden zusätzlich ein paar Porträtfotos von mir. Ich freute mich an seiner Fähigkeit, hinzuschauen und zu sehen und das Gesehene mit Leichtigkeit und Tiefgang in ein Foto zu fassen. Später spielte ich zur Vernissage von „Refugien“ und Eckhard machte die neuen Bandfotos von „The Humming Trees“. Mein pandemisch inspiriertes Format der Vertonung meiner Bilder und Fotos unter einer thematischen Überschrift gefiel ihm. Folgerichtig fragte er mich Anfang diesen Jahres, ob ich Lust hätte, seinen TIER-IKONEN auch eine Musik zu geben. Nun habe ich das allgemeine Ausatmen zum Osterfest, die unterrichtsfreie Zeit und eine non-concert-zone genutzt! Et voilà!

„Tier-Ikonen“ von Eckhard Ischebeck/ Musik: Ingeborg Freytag

@eckhard_ischebeck @ingeborgfreytag.multimusician

Ich persönlich habe kein Problem damit, dass es Menschen gibt, die Tiere essen und/ oder Produkte mit tierischen Bestandteilen benutzen. Allerdings haben wir uns, vor allem in den westlichen Zivilisationen, sehr daran gewöhnt, dass wir uns ehr- und respektlos gegenüber anderen Lebewesen, fremden Gedanken und sogenannter „toter“ Materie benehmen können, ohne dass das irgendwelche Konsequenzen hat.

Da kommt der Kolonialherr durch. Ja, auch der Kolonialherr in den Frauen, der Göttin sei’s geklagt.

„Tier-Ikonen“ Holy Animals/ Digital photo-collages to honor the sacred animals, created by Eckhard Ischebeck

Achso, wen es interessiert, wer alles an meiner Soundcollage zu den heiligen Tieren beteiligt war:

Kraniche und Grillen aus dem Oderbruch

eine Krähe vom Störmthaler See

eine Windharfe (Kunstinstallation) und eine Krähe vom Petrisberg bei Trier

Straßenatmo vom Tiergarten Berlin

Aras, Papageien und Menschen aus dem Leipziger Zoo

die Balustrade vom Schul- und Bethaus Altlangsow

Orcas (Soundfile vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Bremerhaven)

die Konstantinbasilika in Trier

die Glocken der Marienkirche im Weinfelder Maar bei Trier

Ingeborg Freytag (framedrums/ violin/ vocals/ FX)

Was ich gerade höre und lese

Yossou N‘Dour – Egypt (eine Liebeserklärung an Allah den All-Erbarmer und „Radio Kairo“ auf Wolof ;-)).

Laurie Anderson – Life on a string (immer wieder gut zum Ohren öffnen und stark neben jeder Zeit).

Pauline Oliveros – Deep Listening (ich hatte das Glück, sie und ihre Deep Listening Methode Ende der 90er ausführlich kennenzulernen, ein bleibender Impuls).

Katharina Franck – Zeitlupenkino (nennen wir es mal ein Hörspiel)

Katharina Franck – Hunger (s.o.)

Ulrike Haage (alles greifbare) und Sun Ra (ebenso, von ihm stammt „space is the place“).

„Razzia im Paradies“ von Wahdi Al Ehana (unsere wilde Ethnojazzrockchansonband von Anfang der 90er, gibts auch bei YouTube, IF on drumset 😉 und der Wollenberg am Mikrofon, dazu die Maghafi-Brüder und der bereits verstorbene Matthias Naumann).

Die aktuellen Alben von meinem Spielgefährten Friedrich Glorian (E-Bass-impulsierte generative iPad Sounds), bei bandcamp. 

Bücher von und über May Ayim, die afrodeutsche Dichterin und Aktivistin.

„Der Sohn August von Goethe“ – über den Berufssohn des Geheimrats von/ mit Christiane Vulpius, deren Care-Arbeit, Weimar, Politik und das Leben im Schatten eines großen Vaters.

„Ihr sollt die Wahrheit erben“ der Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, über ihren Weg von Breslau nach Bergen-Belsen, Auschwitz und schließlich nach London. Über die Kraft der Musik. Über Wahrhaftigkeit ohne Pathos, die wir Deutschen dringend brauchen und so oft in unseren Herzen nicht finden können. So versteckt hinter Furcht und Scham und Herumgemackere.

Ansonsten tummele ich mich musikalisch an Orten die unterschiedlicher nicht sein könnten. Irgendwo zwischen sehr archaisch und sehr artifiziell. Bevorzugt mit fröhlichen und mutigen Menschen.

Mit Mr. T gibt es immer Grund zum Lachen – auch bei ernsthaften Projektkonferenzen !
Feierabend-Frotzelrunde auf dem Mittelalterfest
Beim Rahmentrommel-Workshop für Cochlea-Implantat-Trägerinnen
Mein Übungs- und Arbeitsplatz
The Humming Trees in psychodelischem Auftrag – Fotokunst von Eckhard Ischebeck
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