Wenn sich neue Wege manifestieren …

… ist das zuallererst ein Grund für Dankbarkeit. Weil es bedeutet, dass es nicht nur um Gedankengebäude und Hirnfurchen geht. Auch nicht um „irgendwie so ein Gefühl“. Sondern um wirkliche und wahrhaftige Ganzheitlichkeit – jetzt und hier in der wirklichen Welt. Präsenz. Nachdem ich Mitte des Jahres 2025 die Wiederaufnahme und Neufokussierung meiner Arbeit und meines Seins als Beraterin und Begleiterin, vor allem (aber nicht nur) in Schwellensituationen jeder Art beschlossen hatte, kamen (natürlich) sofort Interessierte, Verbündete und glückliche Zufälle auf mich zugeschwommen. Wenn du hier schon eine Weile mitliest, dann weisst du, dass ich immer wieder Teile meines Seins, meiner Arbeit, meines Lebens neu in den Blick nehme, neu beleuchte und neu (er)lebe. Weil ich darauf bestehe, dass wir Menschen zyklische Wesen sind und dass ich kein Glück, keinen Schmerz, keine Erkenntnis – keine Liebe, keine Verbundenheit und keine Unfähigkeit jemals „hinter mir“ haben werde, sondern alles in jedem Moment der Zeit wiedergeboren werden kann und auch wird. Oder als Thema auf dem Tisch liegt und mich einlädt, neue Zugänge und Sichtweisen zu erschaffen und deren Tragfähigkeit zu erproben.

Ui – aber ich möchte doch keinen wiedergeborenen Schmerz!!! Natürlich nicht. Die gute Nachricht: „Jetzt und Hier“ starten wir immer wie ein Kind, was sich die Welt, sich selbst und andere Menschen betrachtet und alles erforscht. In jedem Moment der Zeit kann ich also aus Unschuld/Vertrauen/Nicht-Wissen neu starten, mich selbst neu erfinden und auch scheinbar einbetonierte und in Stein gemeisselte Gefühle/Gedanken/Zustände in Bewegung bringen. Neugier ist dabei die beste Taschenlampe.

Möchtest du erfahren, wie ich das mache mit der Beleuchtung und wie auch du dein Leben erneuern, deine Wege und Umwege besser verstehen und neuen Sinn, Lebenswerkzeuge und Wirksamkeit für dich finden kannst? Schreib mir einfach. Ich arbeite mit Bildern, Worten, Musik und Bewegung und teile gerne meine langjährige Erfahrung als Beraterin, Begleiterin und Coach mit dir.

Gemeinschaft und Verbindung ist wichtig! Menschen zusammen bringen – Gemeinschaft zu stiften, zu unterstützen, zu führen und zu halten zieht sich als roter Faden durch mein ganzes Leben. Einen schönen Plan gibt es für den 31. Januar. Hier kommst du zum Vollmondtrommeln – Musik im Frauenkreis. Eine Kooperation vom Raum der Sinne Markkleeberg mit Drums & Chants Markkleeberg. Wir freuen uns auf dich. Auch die schöpferische Energie von Brigid/ Lichtmess wird eine Rolle spielen!

Wer die Rose ehrt

Für die Gründung meines Seminarzentrums „Drums & Chants“ gibt es eine Vorgeschichte, die so, glaub ich, noch nirgendwo steht. Kürzlich tauchte sogar die entsprechende Grafik der Leipziger Künstlerin Annett Seese wieder auf – um kurz darauf in den Schichten meiner Multiversen wieder zu verschwinden. Egal. Mitte der 90er Jahre initiierte ich „Primadonna“, anfangs als Frauenmusikinitiative, dann als Frauenmusikverein. Quasi in Nachfolge meiner Arbeit im Frauenkulturzentrum/ Frauenkultur e.V. Anfang der 90er und als Vorgängerin von „she.spectra“, der seit 2023 bestehenden „Initiative für weibliche Schöpfungskraft“. Der „Primadonna Frauenmusik Leipzig e.V.“ kooperierte mit „rocksie Dortmund“ und veranstaltete mehrere Festivals mit Konzerten, Workshops und Sessions für Frauen und Mädchen. Daneben widmeten wir uns in regelmäßigen Unterrichtsprojekten der künstlerischen Bildung/Ausbildung von Frauen und Mädchen. Unter dem Titel „primadonna’s drums&chants“ begann ich mit monatlich stattfindenden freien Sessions rund um die ältesten Instrumente und musikalischen Strategien der Menschheit – Circlesongs, spontane Impros und Trommelmusik. 2003 gründete ich dann „Drums & Chants“ als Seminarzentrum und künstlerischen Produktionsort. Seitdem ist viel passiert – inzwischen ist DAC auch mein Studio und Atelier, Raum für Beratung und Lifecoaching und immer wieder ein Platz für Gemeinschaft und Austausch.

Unser Probenort Drums&Chants 2025 – Tanjona, Jaleky, Ricky aus Madagaskar und Ingeborg aus Deutschland
Ingeborg Freytag – Drums & Chants 2025

Zum neuen Jahr 2026 – Wahrhaftigkeit und neue Wege

„Neee – nich noch mehr Worthülsen, sag mir einfach, welcher Weg der richtige ist und was ich machen soll.“ Tja. Nein. Es gibt keinen falschen Weg. Also auch keinen richtigen. Aber es gibt Wunder und wundersame Impulse. Wahrhaftigkeit wird wichtig werden im neuen Jahr.

© Ingeborg Freytag – Wahrhaftigkeit ist die einzige Wahrheit die wir brauchen

Wahrhaftigkeit verstehe ich so, in jedem Moment der Zeit in größtmöglichem Kontakt zu sein mit mir and all my relations = die indianische Tradition meint hier alle meine (Bluts)Verwandten und Verbindungen in diese und die spirituelle Welt, zu meinen Ahninnen und Ahnen, zu Pflanzen, Tieren, Steinen und zu anderen Planeten. . . Wahrhaftigkeit bedeutet nicht, dass ich niemals lüge. Ich mache mir klar, dass und wann ich es tue – ich kann mir selbst vertrauen. Selbstvertrauen. Mitunter ist eine einfache gute Geschichte besser und leichter verständlich als „die Wahrheit“ in all ihrer Komplexität. Ja wirklich, probier’s aus!

Menhir Thümmlitzwald

Üblicherweise werden Menhire/ stehende Steine als Wegmarken und Orientierungshilfen gehandelt. Nun weiß ja niemand, was genau unsere Vorfahren damit wollten. Ich verstehe das so, dass die äußere und die innere Landschaft gemeint sind. Und ich bin gemeint – mit meiner inneren Landschaft in meiner äußeren Landschaft. Die Botschaft dieses Menhirs: ich kann verbunden sein ohne Verstrickungen. Vor fast 30 Jahren feierte ich dort mit einer Frauengruppe ein Ritual, bei dem wir den Stein und einander mit Fäden aus mitgebrachten Wollknäueln und all unseren Irrungen und Wirrungen einwickelten. Beim wieder auflösen gab es viel Gelächter und Gezupfe – wenige Minuten später saßen wir fest, weil der Abschluss irgendwie unklar war. Und auch ungeklärt war, ob denn ein Messerchen benützt werden kann, wenn der Fitz gar zu widerspenstig ist … Ich fragte die Ritualleiterin mit den Augen, ob ich übernehmen dürfe und sang dann mit allen gemeinsam ein Lied, was den Kreis öffnete und uns gut wieder auf den „Boden der Tatsachen“ zurückbrachte. 

Zwischenzeitlich war der Platz dann vollkommen zugewachsen und nahezu unzugänglich. Ich war öfter dort und ein bisschen traurig – dachte aber auch, dass der Ort wahrscheinlich mal etwas Zeit für sich braucht…. Der Stein ist nicht unverletzt geblieben und der Platz ist beansprucht und benutzt worden. Und siehe da: Nun gibt es wieder einen Weg, Wegweiser und begehbare Fläche. Ich bin sehr dankbar. Ich freue mich auf neue Rituale in Gemeinschaft mit den Steinwesen. Ich freue mich auf die Wiederaufnahme meiner Arbeit und meines Seins als Beraterin und Begleiterin in Schwellensituationen jeder Art. Ich freue mich darauf, mein Wissen und meine Forschungen zu gelingenden Wandlungsprozessen zu teilen und der galoppierenden Fragmentierung unserer lebendigen Welt mit Respekt und Humor entgegenzuwirken. Dabei spielt innere Wahrheit eine Rolle – meine und deine. Es wird noch ein deutliches InDenVordergrundRücken geben  – ich freue mich aber jetzt schon an der klaren Kraft dieses meines neuen alten Weges.

Zugang zum Störmthaler See – Erdherz

Was ist wahr? Was bin ich bereit zu tun – für eine gute, richtige, gerechte Sache? Ui, das klingt ein bisschen nach der Frage, wie ich mir meine Beerdigung vorstelle. Wobei auch das hilfreich ist, wenn Wahrhaftigkeit zum Thema wird. Also: Bin ich bereit zu töten? Bin ich bereit, getötet zu werden? Was tue ich, wenn mir jemand sagt, dass ich dieses Drecksvieh foltern darf, er hat es schließlich verdient …? Glaube ich daran, Schmerz mit Schmerz bekämpfen oder erlösen zu können? Kann ich die Erkenntnis halten, dass der Feind in meinem eigenen Herzen wohnt? Erlaube ich mir und anderen, Fragen zu stellen ohne bereits die Antwort zu kennen? Kann ich Geduld haben über meine Lebenszeit hinaus? Was ist, wenn der eine einzige richtige und wahre Weg gut beleuchtet vor mir liegt? Ich wünsche mir von Herzen ein gutes Gehör und Gespür für die Stimme meiner Seele, für meine Intuition.

Wie verteidige ich meine Würde? Meine Wahrhaftigkeit? Meinen Raum zum denken, fühlen, wahrnehmen und handeln? Wie erschaffe ich Raum? Wie gehe und bleibe ich in Kontakt?

Ich kann mich mit mir verbinden und andere dazu einladen, sich mit mir zu verbinden – ohne Bewertung, Projektion, Manipulation, Besitzgier und Angst – in Freiheit, Leichtigkeit, Schönheit und Tiefe. Jetzt und Hier.

Das Hier ist immer da und das Jetzt ist immer pünktlich. In diesem Sinne: Ein gesegnetes neues Jahr 2026!

© Ingeborg Freytag – Eisnadelgras am Schladitzer See
© Ingeborg Freytag – Eisnadelgras am Schladitzer See

Wintersonnenwende 2025

Das Licht kommt wieder. Die Tage werden wieder länger, allerdings dauert es noch bis Imbolc/ Lichtmess Anfang Februar, bis wir es merken 😉 Kurz innehalten schadet also nichts – hast du einen Ritualkreis und ein großes Jubelfeuer im Freien, umso besser. Da ich mich kürzlich beruflich und ganztägig im Freien getummelt habe, davon einen Tag bei wirklich fiesem kalten Wind auf einer Bergkuppe, verzichte ich dieses Jahr auf größere Außenaktivitäten. Mein Körper überlegt noch, ob krankwerden eine Idee ist – aber da ich wie meistens bei den ersten Anzeichen sofort brav in Bettruhe gegangen bin, komme ich wohl drumherum. Mal sehen.

Halt finden in einer instabilen Welt. Das Jahresrad und seine Feste sind, wie auch das Kirchenjahr und seine Feste, eine Möglichkeit, sich in zirkuläre = rhythmische Abläufe zu stellen. Deswegen liebe ich Trommelmusik. Die Wintersonnenwende markiert Wiedergeburt und Neubeginn – die Göttin schenkt uns ihr neues Sonnenkind, in unseren Zimmern steht der immergrüne Lebensbaum und der Polarstern der Herrin des Himmels schmückt vielerorts seine oberste Spitze. Wiedergeburt war irgendwann mal ein selbstverständliches, Hoffnung und Trost spendendes Versprechen. Und ist es in indigenen=traditionellen Gemeinschaften teilweise heute noch. An vielen Orten glauben die Menschen, dass die Frauen der Gemeinschaft die verstorbenen Ahnen aufs neue in die Gemeinschaft hinein gebären. Wir kennen Erinnerungskrümel davon: „Sieht sie nicht aus wie Oma Heidrun? Diese Nase!“ oder „Onkel Helmut war auch immer so schnell eingeschnappt wie er. Weisst du noch?“

Holy Places – Leipziger Südraum

In matriarchalen Gesellschaften kannst du nicht verlorengehen. Kreisläufe und dem Leben/ den Lebensrealitäten zugewandte Strukturen geben Sicherheit. Integratives Denken/Fühlen/Handeln ermöglicht Freiheit, neugierige Suche und individuellen Ausdruck. Wir leben aktuell in einer Welt von großer Alternativlosigkeit. Krisen werden mit einem einzigen (richtigen) Weg bewältigt. Das sollte uns zu denken geben. In der Oppositionsbewegung der DDR begann ich außerdem zu lernen, wie wichtig es ist, zu fühlen. Und wie wichtig es ist, alle Stimmen zu hören und aus der Vielfalt unterschiedlicher Wahrnehmung die nächsten Schritte abzuleiten. Die Demokratie beginnt im eigenen Herzen.

Wintersonnwendgrün

Bei allen, vielen, den meisten Sonnenwend-Ritual-Ideen im Netz fehlt mir eins: Dankbarkeit. Ich erinnere mich an meinen Sweatlodge-Lehrer, der immer meinte, die indianische Tradition bräuchte das zwar nicht, aber für uns im Westen wäre es eine gute Idee, vor den Bittrunden eine Dankesrunde einzuführen. So gab es bei ihm also immer 5 Schwitzrunden und vor allem anderen Geschehen mussten wir unser Herz für die Geschenke unseres Lebens öffnen. Und siehe da – es kam regelmäßig eine Menge zusammen. Und so manche Bitte, so manches GibMirGibMir konnte ganz wundersam abgekürzt werden.

Unter Astronomen gilt als vereinbart, dass unsere Sonne in ca. 2 Milliarden Jahren verlöschen wird. Erdgeschichtlich gesehen ist das quasi übermorgen – wenn sie also morgen wieder aufgeht, betrachte ich das als Geschenk. In diesem Sinne – happy solstice!

Schnell noch ein Weihnachtsgeschenk

Oder ein Geburtstagsgeschenk oder ein Geschenk zum Firmenjubiläum, zu einer gelungenen OP, zur Geburt eines Kindes …. Du möchtest dir selbst etwas schenken?

Ich spiele ein kleines Konzert für dich – als 1:1 Begegnung oder im Kreise deiner Gäste – bei dir zuhause oder an deinem persönlichen Ort – indoor und outdoor (bis Temperaturen von 3 Grad plus ;-)). Mit oder ohne sozialen Anlass.

Geige, Rahmentrommel, Gesang, Perkussion – ich verwandle, öffne und kläre den Raum.

„Ich hatte das Gefühl, du spielst ihr ganzes Leben“ – sagte kürzlich jemand zu meiner spontan komponierten Musik bei der Trauerfeier für eine ehemalige Kollegin.

Ruf mich an oder melde dich per Email. Honorarrichtwert ist 300 € – es gibt Verhandlungsspielraum und Gesprächsbereitschaft.

Ich freue mich darauf, für dich zu spielen!

Ingeborg Freytag – Framedrum – Vernissage 2023
Ingeborg Freytag – Violine – she.spectra festival 2025
Dolmen bei Rerik

Unterwegs auf allen Ebenen

Die Kunst besteht darin, zu wissen oder zügig in Erfahrung zu bringen, auf welcher Ebene ich mich gerade bewege. Hihi.

Der endgültige Zuwendungsbescheid des Kulturamtes für das „she.spectra festival“, was Anfang März diesen Jahres stattfand, ist da! Tatsächlich! Schon! So untergründig hatte ich ja schon Bedenken, ob nicht doch noch jemand um die Ecke kommt, um die Kohle zurückzufordern.

Am letzten Wochenende habe ich Sybille Flach auf ihrem letzten Weg begleitet, mit der ich Anfang der 80er eine von drei professionell arbeitenden Frauenrockbands in der DDR gründete – 1983 so etwa, Jahreszahlen sind nicht meine Stärke. Ihre Musizierlust und der unbedingte Wille, sich auszudrücken, führte auch mich auf einen neuen musikalischen Weg. Ich nahm endgültig Abschied vom musikalischen Familienunternehmen, spielte eine Weile fast ausschließlich Schlagzeug und begann, die Strategien der Autodidaktinnen zu erlernen. Umgekehrt konnte ich an ein paar Stellen den Wert des Lernens bei Lehrpersonen vermitteln. Und Frauen bewegen und ermächtigen. Wir hatten viel Spass und haben stundenlang geprobt – 2x die Woche. Nun gab es eine schöne Trauerfeier auf dem kleinen Dresdner Friedhof – bewegende Worte von Claudia Gräf, unserer gemeinsamen „Neuschnee“-Kollegin und ein Geigenstück von mir, Sonne und Wiederbegegnungen.

Frauenrockband Neuschnee

Ich lese ein Buch zu ADHS – während eines Coachings bekam ich von der Beraterin meines Vertrauens die Frage, ob ich denn schon mal drüber nachgedacht hätte, dass es möglicherweise in meinem Gehirn ein paar nicht standardmäßige Verschaltungen gibt!? Hatte ich nicht. Mach ich jetzt.

In Weimar wird zu Lilith gearbeitet, der Kraft der ungezähmten, unkontrollierbaren, weiblichen Schöpfungsmacht. Der Kraft, die sich rumdreht und geht, wenn ein Mann ihr an die Würde oder an die Wäsche geht. Die Kraft, die als Schlange ins patriarchale Paradies einbricht und Schwester Eva den Apfel der Erkenntnis reicht. Den anzunehmen, sie Eva nicht lange bitten muss. Da werden brave Hausfrauen zu Furien! Unter dem Pflaster, ja da liegt der Strand. Mit Vogelklauen verteidigen, was dein ist und zerreissen, was nicht (mehr) passt. Aus den Fetzen kann man schöne neue Kleider weben oder mal ne Weile nackich gehen. Ja!

Grafik Ingeborg Freytag – Lilith

Nun, auf nach Halle – ich sitze für Wellemachen e.V. (den feministischen Musikverein Mitteldeutschlands) auf einem Panel, um ein paar Fädchen aus dem Patriarchatspullover zu ziehen. HÄHÄ.

Nachtentfalter Symposium Halle 2025

Und dann: ans Meer. In eine Schreibwerkstatt. Ich bin gespannt. Gibt viel zu integrieren und zu verdichten. Innen und außen. Man weiß ja gar nicht mehr, wo man sich zuerst aufregen soll. Merz lass nach.

Hilfe für Ricky Olombelo

Mein Freund und Musikerkollege Ricky Olombelo aus Madagaskar hat am letzten Wochenende aufgrund der aktuellen Gefährdungslage (Militärputsch, bürgerkriegsähnliche Zustände) mit seinem Sohn Miaro Tanjona das Land verlassen. Er ist Musiker und Lehrer, aber auch politischer Aktivist, Berater und Brückenbauer – da ist aus einer Situation weggehen, in der weniger geredet sondern mehr geschossen wird, wohl im Augenblick das einzig Richtige.

Nun geht es darum, den beiden in Frankreich für den Moment das Überleben zu sichern und Möglichkeiten zu finden, damit Ricky weiter für seine Leute in Madagaskar sorgen kann. Seit dem Tod seines Vaters vor 10 Jahren ist er das Oberhaupt seiner Familie – das bedeutet in dieser Tradition umfassende Verantwortung. Spirituell und materiell.

In meinem Blogartikel private crowdfunding – Spendenkonto und Spendengründe findest du einige Hintergründe zu meiner Geldfluss-Philosophie und eine Kontonummer. Mein bereits vor einiger Zeit eingerichtetes Spendenkonto ist bereit für deine Beteiligung! Danke von Herzen!

Ricky Olombelo und Miaro Tanjona

Samhain 2025 – Die Schwelle ehren

Ein paar Worte zu Samhain (gesprochen „Sau-win“). Ein, vielleicht DAS große Schwellenfest im Jahreskreis. Für manche Menschen auch der Beginn des neuen Jahres, weil wir uns am energetisch tiefsten Punkt des Jahres befinden. Halloween, Allerheiligen, Allerseelen, Dia de los Muertos. Die Nacht vom 31. Oktober zum 1. November und die Tage drumherum. Im Moment nehme ich wahr, wie schnell und stark alle Energie in diese Richtung fließt – darum auch jetzt ein Text dazu und nicht erst übernächste Woche. Ich nehme auch wahr, wie in den näheren und weiteren Kreisen um mich wieder nach schnellen Lösungen gerufen wird, nach Einfachheit und mal fix erleuchtet werden. Nach Führung, nach Sinn, nach Geld, nach Liebe. Gib mir. Gib mir.

Bisschen Führung schadet ja nix. Hier ein paar Sachen, die ich empfehlen kann. Gib dich hin. Geh auf den Friedhof zu den Gräbern deiner Liebsten. Sprich mit ihnen. Wer dich im Leben geliebt und unterstützt hat, kann dir auch von der anderen Seite aus helfen. Besuch sie im oder am Meer, wenn sie seebestattet sind. Gibt es keinen physischen Ort, bau ihnen einen. Das kann ein Altar sein oder einfach nur ein Photo, was du aufstellst. Hast du keine Ahninnen/ Ahnen, mit denen du in Verbindung gehen möchtest, erschaff dir welche. Bist du eine Tochter der Tara? Ein Sohn von Einstein? Ein Kind von Ihrer Großen Queerness? Kein Problem – bleib dir bewusst, dass es sich nicht um eine physische Verwandtschaft handelt und löse die Verbindung auch wieder, indem du dich bedankst, verabschiedest und ev. den Altar wegräumst. Danken, verabschieden und aufräumen sind auch auf der Alltagsebene eine gute Idee. Mit Menschen aus Mittel- und Lateinamerika kannst du „Dia de los Muertos“ feiern und den Verstorbenen fröhlich, bunt und laut begegnen. Umgib dich mit Studentenblumen, Ringelblumen, Kapuzinerkresseblüten und trage einen Pullover, Schal oder oder in gelb/ orange. Sprich mit den dunklen Göttinnen – meistens sind sie im Dunkel gelandet, weil sie zu vielfältig, ganzheitlich, amoralisch (nicht unmoralisch!) und unkontrollierbar waren und sind. Glaub mir, du brauchst ihre Kraft. Gib dich hin und bitte um die richtige Dosis.

Ich habe natürlich überhaupt nichts gegen Erleuchtung und Erlösung. Mir geht nur diese Tütensuppenspiritualität auf den Zeiger. Einfach in den Topf geben, Wasser dazu, umrühren, fertig. Kann man auch mal machen, ja. Ja, ich esse auch Tütensuppen – schon allein deswegen, um zu wissen wovon die Rede ist. Aber die Herausforderungen unseres Lebens, die Themen unserer Seele, die Wachstumsschmerzen, erfüllende Seligkeit, Fülle und viele Wege von der Unwissenheit zum Wissen sind das Leben. Das Leben hat keinen Schalter, um Zustand X JetztSofort herzustellen. Kein ZackBumm. Leben ist lebendig! DerGöttinSeiDank erkennst du bei einem Selbsterkenntniswochenende mit dem Schalterverkäufer nicht wirklich dich selbst. Und es wird auch nicht plötzlich hell in deinem dunklen Keller der Selbstquälerei. Wenn doch, verliebst du dich halt in den Schalterverkäufer. Oder die Schalterverkäuferin. Ja, ich weiß, wovon die Rede ist. Wie meistens, wenn ich rede. Und nein, ich bin nicht jeden Tag im Vertrauen und in der Liebe. Manchmal bin ich sehr traurig, weil ich die Verbindungen, die mich halten, nicht fühlen/ sehen/ hören kann. Weil ich mich nicht erklären kann und es auch nicht schaffe, mich hinzusetzen und still zu werden. Weil soviel Krieg und Schmerz in der Welt ist. Und in mir. Und dann, irgendwann, mag ich nicht mehr trauern.

Dann gehe ich in Sumarah, die vollkommene Hingabe an den Augenblick, so wie er ist. Oder ich erinnere mich, dass ich ja bereits in Sumarah bin. Oder ich zeichne etwas, besuche einen Ort in der Natur, ziehe eine Orakelkarte oder spiele Rahmentrommel, um wieder in Kontakt zu kommen. Und ich übe mich in Geduld. Eine der größten Herausforderungen, wie ich finde. Akzeptieren, dass ich etwas noch nicht oder nicht mehr weiß – und es morgen (wieder) wissen werde. 

Ich persönlich habe kein Problem damit, dass es in meinem (Seelen)Haus einen Keller gibt, in dem es nur dann hell wird, wenn ich Licht an mache. Dunkelheit ist ein Originalzustand des Universums. Die meiste Zeit ist es stockdunkel, Licht ist die große Ausnahme. In unserer ständig taghellen Welt schwer vorstellbar und schwer zu akzeptieren. Ich hatte das Glück, mal eine Nacht ohne Mond und Sternenlicht auf dem Land zu verbringen und buchstäblich die Hand vor Augen nicht zu sehen. Sehr irritierend. Und tröstlich zugleich, sich im vollkommenen Dunkel geborgen zu fühlen. (Nachdem ich im stockdunkeln Haus die Toilette gefunden und mich entspannt hatte. Hihi.) Im Laufe der Jahre hat sich ergeben, dass ich gleich neben dem dunklen Keller ein buntes Spielzimmer habe und einen Pool mit Alligatoren. Später kam ein Aufenthaltsraum für meine Helferinnen und Helfer dazu. Und noch etwas später sehe ich, dass die Kellerebene eigentlich mein Erdgeschoss ist. Da werden dann die Gesprächspartner rar. Die Gesprächspartnerinnen auch. Allein sein.

Gottesbrünnlein – Noxquelle

Nyx/ Nox flüstert: Schau, wie alle Geschöpfe im Dunkel ruhen, wachsen und reifen. Geborgen und gesättigt von Gaia, der lebendigen Erde und umspült und erfüllt von den Wassern der Thethis. Bis es Zeit ist für den Sonnenaufgang – für Blüten, Früchte, Musik oder eine Sternenexplosion.

Leben ist lebendig. Leben ist Weg und Prozess. Leben bewegt sich in Kreisen – auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Leben ist das, was sich entfaltet, während du scheinbar auf Umwegen unterwegs bist oder dich grade in eine Sackgasse manövriert hast. Und auch wenn du denkst: „Hier war ich doch schon mal, ich dachte, das hätte ich hinter mir.“ – die Lernaufgaben deiner Seele zu begrüßen und zu bearbeiten/ zu integrieren/ zu heilen/ einzulösen, auch wenn sie sich scheinbar wiederholen, ist kein Zeichen für mangelhafte spirituelle Reife. Es ist ein Zeichen für deine Beharrlichkeit und Willenskraft, für deine Hingabe und Verbundenheit und deine Liebe zum Leben/ Lebendigsein/ Lebendigwerden. Dies auch dann, wenn du es grade nicht fühlst – siehe oben.

Und nun: vergiss alles was du gelesen hast. Atme und lebe. Jetzt. In Wahrheit, Klarheit und Offenheit. Happy Samhain.

Rahmentrommel-Workshop mit Ingeborg Freytag am 18.Oktober von 11.00-14.00

Willkommen bei Drums & Chants an der Stadtgrenze zwischen Leipzig und Markkleeberg! Ich öffne meinen Übungsraum/ Atelier/ Studio/ Forschungsstation. Am 18. Oktober kannst du von 11.00 bis 14.00 verschiedene Rahmentrommeln/ Spieltechniken und Rhythmusmuster kennenlernen. Musik und Musikauffassung aus dem großen Kulturraum zwischen Nordafrika und dem Hindukusch wird uns bewegen! Kleine Bodymusic-Einheiten helfen dabei, das Rhythmusgefühl vom Kopf auf die Füsse zu stellen. Schöne Sounds, Kraft und Beweglichkeit, meditative Hingabe und die tragende Energie der Gruppe sind weitere Themenkreise. Wie immer ist bei Drums & Chants urteilsfreie Zone und jeder, wirklich jeder Kenntnisstand willkommen. Auch der gefühlte Kenntnisstand. Du bist eingeladen, in Schönheit zu lernen und zu musizieren. Dieser Workshop ist auch als Fobi geeignet, wenn du in einem heilenden/ helfenden/ lehrenden Beruf arbeitest.

Vorkenntnisse spielen eine Rolle, sind aber nicht nötig.

Der Workshop kostet 45 Euro – alle Leihinstrumente sind inkl. Gerne kannst du zusätzlich deine eigene Rahmentrommel/ Tar/ Bendir/ Mizhar/ Riqq mitbringen.

Hier geht es zur Anmeldung.

Ingeborg Freytag mit Rahmentrommel zu einer Vernissage 2023

Und: Es gibt einen neuen Winterkurs für Rahmentrommeln, 2x im Monat. Kraft im Kreis und meditative Zentrierung. Mehr Informationen zu meinen Workshops und meinem Unterrichtsuniversum Drums & Chants findest Du hier.

Ingeborg Freytag mit Riqq 2024

Geburtstagskonzert — Ingeborg Freytag Solo

Am 15. Oktober um 19.00 in der Stadtbibliothek Leipzig! Im Oberlichtsaal — für mich immer ein schöner Ort, um den Geist zu öffnen. Solo mit Violine/ Perkussion/ Stimme/ Loopmachines!

„In ihren Solokonzerten spielt sie Momentmusik – spontan komponierte Klangorte und musikalische Bilder, die das Publikum einladen in eine neue Wahrnehmung des Augenblicks, in Traumlandschaften und berührende Begegnung.“

Nein, ich habe nicht am 15. Oktober Geburtstag – ich lebe jetzt schon zwei Monate in meinem neuen Lebensjahrzehnt. Ja, ich weiss, es sind Jazztage – irgendwas ist immer. Kein Eintritt, keine Ausreden. Spenden sind willkommen (das Konzert findet ohne Fördermittel statt). Ich freue mich auf euch!

Ingeborg Freytag Solo am 7. März 2025/ she.spectra festival in der Stadtbibliothek Leipzig

Ostsee – Inspiration

Ich bin am Strelasund – in Sichtweite meiner geliebten Insel. Über die Fähre gehe ich in Kontakt oder bleibe hier, wo so gar nix los ist und die Zeit stehengeblieben scheint. Das Wetter ist, wie dr Sachse sacht, durchwachsen, was wunderbar ist, weil trotz Hochsaison nicht so viele Menschen unterwegs sind. Ich begegne einsamen Pfaden, weißen Reihern, stürzendem Regen, verwunschenen Badeplätzen, praller Sonne und bin umgeben von Brombeeren, Schlehen, Mirabellen, Steinpilzen und Äpfeln in so unglaublicher Fülle – das sind die Zeichen über meinem neuen Lebensjahrzehnt. Ich bin offen für neue Ebenen von Unterstützung in meinem Leben und meiner Arbeit. Neue Verbindungen sind schon fühlbar. Wunder manifestieren sich. Ich ernte die Früchte dessen, was ich in vielen Jahren voller herzlicher Hingabe und strebendem Bemühen gesät und beim Wachsen unterstützt habe. Ich übe das Annehmen. Heute Morgen Übermorgen feierten unser Vorfahren das Schnitterinnenfest, den Beginn der Ernte und das Wissen, dass alles wächst, reift und vergeht, um als Same im Dunkel zu träumen und wieder zu wachsen . . . .

Lugnasadh
Strelasund

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