Friedensgebet in der Nikolaikirche am 23.11.

Auch dieses Jahr gab es wieder ein Friedensgebet anläßlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen, gestaltet von der GEDOK und SHIA. Diesmal unter Pandemiebedingungen. Und mit Livemusik im Rahmen des Gottesdienstes. QAnon war vor Ort und malte Qs in den Raum. Großes Theater. Hab ich der Göttinseidank nicht mitbekommen, wer weiß, wäre sonst der Satan in meine Geige gehüpft. Oder aus ihr heraus. Wahrlich, wir leben in finsteren Zeiten. Hier zur Auffrischung B. Brecht

Unser Montagsgebet stand unter dem Motto
„#meinherzgehörtmir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen!“ 

Die Probleme, die wir vorher schon hatten, sollten wir im allgemeinen Getöse nicht aus dem Blick verlieren, denke ich. Ich bin dankbar, mich in der langen Tradition der Leipziger Montagsgebete zu wissen.

Ein Mitschnitt von der überaus gelungenen musikalischen Erstbegegnung zwischen Ingeborg Freytag und Brunhild Fischer 😉 zum Friedensgebet in der Nikolaikirche am 23. 11. 2020. Inklusive authentisch knarrender Kirchenbank …. Is bisschen leise, aber sonst wird die Kirchenbank auch lauter …. eine Frage der Prioritäten.

Und nun verspreche ich noch hoch und heilig, dass ich nicht wieder 4 Monate warte bis zum nächsten Beitrag. Wäre ja auch eine Schande, so spannend, wie grad alles ist.

Brockenfahrt und Feldaufnahmen im November

Anfang November war ich zu Feldaufnahmen am/ auf/ rund um den Brocken. Schönstes Wetter! Unfassbar, wie verschieden fließendes Wasser klingt. Surreale Klang-Begegnungen mitten im Wald, am nächsten Tag am Wurmberg. Ein Halt am Zufluchts- und Ferienort meiner Kindheit.

Mein Denkzeit-Stipendium der Kulturstiftung Sachsen, was ich Ende Juni bekam, hatte ja eher ideelle Ergebnisse, die sich aber inzwischen gut im realen Raum manifestiert haben. Ich war am äußersten oberen Ende der Insel Rügen, um Wasser und Wind sowie Töne von Orten einzufangen. Nun arbeite ich weiter an einer Soundbibliothek für kommende Kompositionen. Der Hör-Raum „Outdoor“ ist natürlich durch keine Elektronik nachzustellen. Künstliche Klangräume sind durchaus nützlich, wenn grade das Original nicht zur Verfügung steht. Ich ziehe die hörbare Seele eines Ortes vor.

Denkzeit-Projekt von Eckhard Ischebeck

Ein wunderbarer Kollege Schauspieler und (Kunst)Fotograf, der im Rahmen seines Stipendiums Angehörige der künstlerischen Berufe an ihren (Zu)Flucht-Orten besucht, interviewt und fotografiert hat. Wenn er dann eine Ausstellung damit machen darf, werde ich Musik spielen. Das haben wir ausgemacht. Ich verlange kein Geld dafür und er schenkt mir ein Foto. Das haben wir auch ausgemacht. Nach dem Krieg um sechs im Kelch. So verabredete sich im 1. Weltkrieg Jaroslav Hašeks „braver“ Soldat Schwejk mit dem Kameraden. Mich begleitete die Lesefassung mit Franz Kutschera durch meine Kindheit. In der DDR war ein bisschen „Schweijken“ durchaus nützlich, um sich Anstand, Würde und Lebensfreude zu bewahren. Weiß ja bis heute niemand, ob Schwejks Einfalt nicht eine besonders raffinierte Form des passiven Widerstandes ist. #denkzeitstipendium

Kulturfunken in Lübeck

 

Eine kleine Nachlese von meinem September-Projekt in Lübeck. Wir waren mit einer handverlesenen Künstlerinnengruppe und interessiertem Publikum auf Kultur-Tour zu ausgewählten Orten. Nach gutem Zureden hörte es sogar auf zu regnen. Ausstellungen, Performances, Spontankompositionen. Eine tolle Ideen-Mixtur, die ich gerne sofort exportiert hätte. Leider findet man nie so schnell Fördermöglichkeiten. Und wenn man sie dann gefunden hat, hat man vergessen, was man eigentlich wollte. Hm.
 
Quartier gabs bei Piia im „Rucksackhotel“ – eine supercoole, lebenskluge Hippielady, vor langen Jahren aus dem Baltikum eingewandert.
Sogar ein Team-Ausflug zur (West)Ostsee nach Niendorf war drin. Es gibt schon Momente, wo ich meinen Beruf uneingeschränkt liebe!
 

Auf dem Land

Ich bin hier eine Weile bei den Kranichen, Staren und Schwalben. Alle sind in Schwärmen unterwegs und ich habe das Gefühl, Zeugin des Alltagslebens und der Rituale fremder Stämme zu sein, deren Beobachtung mir am Rande gestattet ist. Ich lese, spiele Geige und schreibe Konzepte und Songs. Meistens lese ich aber … oder gucke Löcher in die Luft. Das nennt man Meditation, glaub ich.

Ringelnatz – Spaziergangsmusik

Grade rief mich eine Redakteurin vom MDR an, es gibt also noch einen Radiobeitrag über die Eröffnung der Audiospur des Ringelnatzpfades in Wurzen am 2. und 9. August. Hier der LVZ-Beitrag: LVZ-Muldental-22.07.2020[30]-1

Mediale Aufmerksamkeit ist schön 😎 Da kann ich jeden Verschwörungstheologen verstehen ….

Zur Vorbereitung der beiden Spaziergänge bin ich nochmal in die Eingeweide der Aufnahmen, das ging natürlich nicht ohne Stecker raus und Stecker dran, Programm aus und an, Protools-Session beenden und neu starten und und. Je mehr ich mit dem Rechner arbeite, umso mehr glaube ich, dass er lebt. Irgendwie. Mein Auto will auch manchmal zum Schrauber. Sind wir dann dort, is nix und mein Schrauber sagt, komm doch einfach so vorbei ….. Hm.

Meine Inbody-Micros für die Geige/ Bratsche/ Oktavgeige zischeln manchmal, wenn sie meinen, ich sollte jetzt nicht spielen, weil es der falsche Ort ist. Hm. Prüft sie ein Technikhelfer durch, is nix ……

Das mit der belebten und unbelebten Materie habe ich nie verstanden und es stimmt wahrscheinlich auch nicht. In meinem Universum spricht mein Auto mit mir, mein toter Opa (Ingenieur bei Zeiss-Ikon, Erfinder und Konstrukteur) hilft mir bei Computerproblemen und Steine singen, wenn mir grad nix einfällt musikalisch. Klappt bis jetzt ganz gut mit der Kommunikation!



Das neue Buch von Jens Paul Wollenberg

Mit einem Crowdfunding bei Startnext wirbt mein wunderbarer Freund und Kollege Jens Paul Wollenberg und unser beider Verlag LÖWENZAHN um Aufmerksamkeit für sein neues Buch „Sing Seufzer Sing“ zum lesen und hören. Du kannst was kaufen, was du sowieso haben willst und so werden mit der Hilfe des Schwarms die Druckkosten finanziert. Außerdem gibt es vergriffene CD’s von POJECHALY, Aquarelle von Jens und sogar eine Wohnzimmerlesung als „Dankeschön“. Wenn das nix is! Sing Seufzer Sing

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